Die Deutschen und ihre NSA-Affäre

Zwar kommt die Aufklärung nicht wirklich voran, doch immerhin bleibt das Thema in der Diskussion

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auch ein Jahr nach Beginn der Snowden-Enthüllungen kommt die deutsche Öffentlichkeit nicht zur Ruhe. Für Furore sorgen derzeit vor allem Politiker und Juristen.

Es hat schon etwas Bizarres: Da findet sich ein Bundestags-Untersuchungsausschuss zusammen, der die von Edward Snowden enthüllte Schnüffelpraxis US-amerikanischer und deutscher Dienste beleuchten soll, und die Obleute können sich nicht darüber verständigen, ob, wo und wie sie den Hauptbelastungszeugen anhören wollen. Während Grüne und LINKE den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland befragen möchten, plädieren Union und SPD für eine Reise nach Moskau, wo Snowden derzeit lebt.

Die Bundesregierung hat Angst vorm Großen Bruder. Dieser zeigte sich am Donnerstag tatsächlich erzürnt über Generalbundesanwalt Harald Range, der nach langem Zögern nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Aber nicht, weil die NSA millionenfach die Daten von Bundesbürgern abgegriffen hat, sondern weil es die Amerikaner wagten, das Handy der Kanzlerin abzuhören. Trotzdem: Hinterm großen Teich sieht man den plötzlichen Eifer der Bundesanwalt...


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