Boko Haram tötet mehr als 90 Dorfbewohner in Nord-Nigeria

In Nigeria kam es laut Medienberichten zu neuen Übergriffen der islamistischen Miliz

Weil sie sich nicht der Terrororganisation Boko Haram anschließen wollten, mussten fast 100 Menschen sterben. Wie örtliche Medien berichten wurden bereits am Montag 74 Männer und 20 Kinder von den Terroristen ermordet.

Abuja. Zahlreiche Kämpfer der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram haben im Norden des Landes erneut ein Blutbad angerichtet: Örtlichen Medien zufolge sollen zahlreiche Extremisten das Dorf Njaba im Bundesstaat Borno gestürmt und fast alle Männer des Ortes getötet haben. Die Zeitung »Vanguard« berichtete am Freitag unter Berufung auf einen Sicherheitsbeamten, mindestens 74 Männer und 20 Kinder seien ermordet worden.

Offenbar hatten sich die Opfer geweigert, sich der Terrorgruppe anzuschließen. Eine offizielle Bestätigung der Behörden für die Angaben gab es aber zunächst nicht. Die Tat soll sich Anwohnern zufolge bereits am Montag in dem abgelegenen Gebiet ereignet haben, wurde aber erst jetzt bekannt. Njaba liegt rund 100 Kilometer südlich der Metropole Maiduguri.

Boko Haram verübt seit 2009 immer wieder schwere Angriffe in der Region mit mittlerweile über 13 000 Toten. Sie will einen »Gottesstaat« einrichten und versucht, immer größere Gebiete zu kontrollieren. Allerdings war es dem Militär gemeinsam mit einer multinationalen Truppe zuletzt gelungen, größere Gebiete von den Islamisten zurückzuerobern.

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