Israel entlässt Hunderte weitere Flüchtlinge

Cholot. Israel hat nach Angaben der Behörden am Mittwoch die letzten der 1178 afrikanischen Flüchtlinge aus einem Lager in der Negev-Wüste entlassen, deren Freilassung der Oberste Gerichtshof angeordnet hatte. Wie einer ersten Gruppe, die am Vortag das Lager Cholot verlassen durfte, wurde den mehreren hundert Migranten aus Eritrea und Sudan auch am Mittwoch durch das Innenministerium untersagt, künftig im Raum Tel Aviv oder Eilat zu leben oder zu arbeiten. Das Oberste Gericht Israels hatte vor zwei Wochen entschieden, dass die Flüchtlinge nicht länger als zwölf Monate in dem wie ein Gefängnis gebauten Lager Cholot mitten in der Negev-Wüste festgehalten werden dürfen. Rund 550 weitere Afrikaner, die kürzer als ein Jahr in Cholot sind, müssen dort vorerst weiter bleiben. Hunderte andere Eritreer und Sudanesen sollen nun dorthin überstellt werden. In Tel Aviv und im Urlauberort Eilat am Roten Meer gibt es eine hohe Zahl von Migranten, die dort Aushilfsjobs in Gewerbe oder Tourismus finden. Das führte insbesondere in ärmeren Vierteln im Süden Tel Avivs zu Konflikten und Protesten. Der Bürgermeister der Stadt, Ron Huldai von der oppositionellen Arbeitspartei, kritisierte am Mittwoch scharf die Asylpolitik der Regierung. AFP/nd

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