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75 Jahre DEFA: »Bis dass der Tod euch scheidet« (DEFA 1979)

Die DEFA wurde am 17. Mai 1946 gegründet. Die Geschichte der DEFA, der einst staatlichen Filmgesellschaft der DDR, endete keineswegs mit der letzten Produktion unter dem bekannten Logo, auch nicht mit dem Verkauf der Babelsberger Ateliers und der Privatisierung der Verleihgesellschaft Progress. Über ein Jahrzehnt dauerte es, bis die kulturelle Hinterlassenschaft durch die Gründung der DEFA-Stiftung gerettet, geordnet und in sichere Hände übergeben werden konnte.

Im 75. Gründungsjahr wollen wir Filmschaffende der DEFA ehren, die ebenfalls einen Jubiläumsgeburtstag feiern.

Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Es wird gezeigt:
»Bis dass der Tod euch scheidet« (DEFA 1979)
(vorbehaltlich, dass es die Corona-Situation zulässt)

Regie: Heiner Carow
Drehbuch: Günther Rücker, Heiner Carow
Kamera: Jürgen Brauer
Musik: Peter Gotthardt
Darsteller: Katrin Sass, Martin Seifert, Angelica Domröse, Renate Krößner, Horst Schulze, Werner Godemann, Alfred Struwe, Berko Acker, Michelé Marin, Peter Zimmermann

Jens und Sonja sind Anfang 20. In ihrer Verliebtheit heiraten sie überstürzt, ohne für die Ehe wirklich reif zu sein. Die Probleme beginnen, als ihr erstes Kind geboren wird. Jens, der als Bauarbeiter einen ausreichenden Verdienst hat, möchte, zumal er als Kind familiäre Geborgenheit vermisst hat, dass Sonja sich nur noch dem Kind widmet. Doch sie hat andere Vorstellungen. Heimlich macht sie die Facharbeiterprüfung. Jens ist empört und schlägt im Affekt zu. Als er aus einer Seltersflasche trinkt, die aber Putzmittel enthält – Sonja weiß das und hindert ihn nicht –, kommen beide zur Besinnung. Sie wollen sich eine zweite Chance geben.
„Rücker und Carow möchten der DDR-Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, sie durch Konfrontation mit ungeschminkten Wahrheiten zur Auseinandersetzung mit ihren kleinbürgerlichen Tendenzen zwingen. Dieses junge Paar dient dafür nur als vielleicht extremes Exempel: beide voller guten Willens, aber hilflos gegenüber eigenen Problemen.“ (Heinz Kersten – Der Tagesspiegel 25.5.1979)
Weithin ist das richtiger Film, großes Kino, was da auf der Leinwand geschieht, schwer beschreibbar und richtig nur erlebbar im vollbesetzten Zuschauerraum. Da finden sich Szenarist und Regisseur, Moralist und Eiferer zu Szenen von großer Schönheit, Bewegung und Rhythmus zusammen und steigern sich gegenseitig, im besten Bunde mit den Schauspielern und der Kamera. (Günter Agde – Filmspiegel Nr. 12 1979)

Gesprächspartner: Katrin Sass und Martin Seifert

Bitte beachten sie, das ab 23. August auch für Berlin der Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen nur noch für vollständig Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete zulässig ist. Halten sie dafür bitte ihren Nachweis bereit!

Infos zum Termin
15. Dezember 2021 , 18:00 Uhr
Kino Toni
Antonplatz 1, 13086 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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