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Berlin im Film: Berliner Filmmontag im Kino Toni

Einfach Blumen aufs Dach

am 1. November 18 Uhr

Nachdem sie glückliche Eltern von Zwillingen geworden sind, stehen der Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke und seine Frau Maxi, die als Busfahrerin arbeitet, vor einem prekären Transportproblem: Ihr Trabant ist eindeutig zu klein für die deutlich gewachsene Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören. Dank der Unterstützung durch einen Minister und seine Brigade bekommt Hannes zum Schrottpreis einen Tschaika – eine Limousine, die eigentlich öffentlichen Repräsentanten vorbehalten ist. Während Maxi die Staatskarosse lediglich als nützliches Fortbewegungsmittel sieht, genießt ihr Mann das ungewohnte Zuvorkommen, das ihm angesichts des aufsehenerregenden Wagens entgegengebracht wird. Mit seinen neuen Allüren nervt der eigentlich bescheidene Hannes seine Kollegen, die ihm denn auch einen probaten Denkzettel verpassen: Sie verzieren das staatstragende Mobil kurzerhand mit einem Blumendekor und holen Hannes so mit Humor auf den Boden der Realität zurück.

Mit "Einfach Blumen aufs Dach" gelang Regisseur Roland Oehme eine weitere heitere DEFA-Komödie, in die das Publikum strömte. Martin Trettau und Barbara Dittus überzeugen als Hauptdarsteller. Die Produktion wurde von der Filmkritik der DDR zur besten Komödie des Jahres gewählt.

Der Himmel über Berlin

am 22. November 18 Uhr

Die Engel Damiel und Cassiel treten als Beobachter der Welt auf, insbesondere in Berlin. Sie können nicht in das Leben der Menschen eingreifen und sich ihnen nicht zu erkennen geben. Sie können ihnen jedoch neuen Lebensmut einflößen. Das Leben der Engel ist rein geistig, sinnliche Empfindungen sind ihnen unzugänglich. Der Wunsch, am Leben der Sterblichen und deren Empfindungswelt teilzuhaben, wird bei Damiel so groß, dass er dafür bereit ist, auf seine Unsterblichkeit zu verzichten. Mit seinem Harnisch als Startkapital wird er in die Welt hineingeworfen. In einer Trapezkünstlerin, die sich scheinbar von der Erdschwere löst, findet er seinen Gegenpart.

Der Film gewann zahlreiche Preise. Er erhielt 1988 den Deutschen Filmpreis in Gold, den Bayerischen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis. Auf dem Filmfestival Cannes 1987 gewann Wim Wenders den Preis für die beste Regie. Auf dem Filmfestival in Sao Paulo 1988 erhielt der Film den Publikumspreis.

Boxhagener Platz

am 6. Dezember 18 Uhr

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner "Boghagener Platz" erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holger ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch- Winkler und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit "revolutionären" Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt.

Boxhagener Platz ist eine muntere Hommage an kleine Leute mit großen Sorgen und Hoffnungen – so viele Käuze und schräge Typen waren lange nicht mehr in einem einzigen Film versammelt. […] Wunderbare Milieustudie zwischen Liebesfilm, Hinterhofkrimi und Anti-Ostalgie.“ – Cinema

Infos zum Termin
01. November 2021, 18:00 bis 06. Dezember 2021, 20:30 Uhr
Kino Toni
Antonplatz 1, 13086 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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