Thema

Linke, Krieg und Frieden

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine stellt die Linke vor neue Fragen. Die Linkspartei und die gesellschaftliche Linke überhaupt. Nato, EU, Uno, Russland, Waffenlieferungen, Sanktionen – dies sind einige Stichworte eines Nachdenkens über bisherige Gewissheiten und neue Herausforderungen. Wir beginnen eine Debatte über »Linke, Krieg und Frieden«, die uns lange Zeit begleiten wird.
Foto: dpa/Mikhail Metzel

13.05.2022 von Andreas Fisahn

Verhandeln, verhandeln, verhandeln!

Ob Russlands Politik von irrationalem Großmachtstreben geleitet wird oder von kühlem Kalkül, die Politik des Westens kann sich nicht nur auf die Hochrüstung der Ukraine beschränken. Verhandlungen sind unumgänglich.

Foto: imago/ITAR-TASS

12.05.2022 von Reiner Oschmann

Ende Gelände

Nicht nur Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte Grund, von einer Zeitenwende zu sprechen. Auch für viele Linke bedeutet der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Zäsur.

AFP/Tobias Schwarz

10.05.2022 von Heinrich Niemann

Wo bleibt das laute Nein zur Rüstung?

Angesichts des Ukraine-Kriegs macht sich immer stärker eine Art lähmender und zugleich hysterischer Burgfriedensmentalität breit, die nur noch einen Feind kennt: das endlich zu ruinierende Russland.

AFP/Unamid/Albert Gonzalez Farran

05.05.2022 von Bruno Kern

Klimaschutz heißt Pazifismus heißt Klimaschutz

Die große Gefahr, dass Klimaveränderungen zu bewaffneten Konflikten bis hin zur nuklearen Eskalation führen können, macht präventive Abrüstung zum Gebot der Stunde.

Russian Defense Ministry Press Service via AP/picture alliance

03.05.2022 von Wolfgang Schwarz

Putins Irrtum

Volle Fahrt in den Konflikt: Während der Westen nur noch Drohungen für Russland übrig hatte, steuerte Moskau gezielt auf den Einmarsch ins Nachbarland zu und glaubte dabei ungestört zu bleiben.

Adobe Stock; textures.com

30.04.2022 von Tomas Konicz

Waffen oder Atomwaffen?

Die Ukraine ist zu einem Schlachtfeld der Großmächte USA und Russland geworden. Der Krieg markiert auch die Sackgasse systemimmanenter linker Politikbemühungen in der voll einsetzenden Krise des Spätkapitalismus. Ein Kommentar

Imago/Itar.-Tass/Sergej Bobylew

28.04.2022 von Kathrin Vogler

Krieg verhindern, statt siegen zu wollen

Wenn Deutschland und seine Partner aus guten Gründen nicht selbst in den Krieg ziehen, dann müssen sie auch nach den friedenspolitischen Perspektiven fragen. Denn wer Waffen liefert, übernimmt einen Teil der Verantwortung dafür, welche Zerstörung dieser Krieg anrichtet.

imago images/ITAR-TASS

21.04.2022 von Hans-Joachim Gießmann

Was bleibt von der Ostpolitik?

Die Ostpolitik Willy Brandts war erfolgreich, weil sie Sicherheit für Europa als kooperatives Projekt verstand. Ein kluger Ausgangspunkt für das Nachdenken über Sicherheit und Frieden in der Welt auch heute.

picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck

19.04.2022 von Ellen Brombacher

Worum es letztlich geht

Als die Grünen angesichts des Jugoslawien-Krieges ihre Prinzipien über Bord warfen, hat sie das nicht zerrissen - sie waren schon eine bürgerliche Partei. Die Linke würde eine vergleichbare Entwicklung kaum überleben.

16.04.2022 von Joel Schmidt

Jan van Aken: »Waffenlieferungen sind Politikersatz«

Jan van Aken hält Sanktionen und Diplomatie für die besseren Wege, den Ukraine-Krieg zu beenden. Allerdings sind in der Diplomatie neue Wege zu beschreiten. Indien und China könnten für ihn potenzielle Vermittler sein - unter Bedingungen.

16.04.2022 von Erhard Crome

Ein neuer Imperialismus

Durch die deutschen Medien geistert der Satz: »Putin trauert der Sowjetunion nach.« Das ist falsch. Sollte er etwas nachtrauern, dann eher dem Zarenreich. Wladimir Putin beschwor schon im Vorfeld des Krieges gegen die Ukraine die Geschichte.

dpa/Marc Tirl

14.04.2022 von Eva Wuchold und Jan Leidecker, Genf

Eine neue Sicherheitsarchitektur

Die Schablone, die Welt in USA/Nato und Russland/China aufzuteilen, ist seit Putins Krieg gegen die Ukraine Makulatur. Die Linke muss nun Vorschläge für ein Sicherheitssystem vorlegen, das linken Kriterien entspricht.

dpa/Annette Riedl

12.04.2022

»Die Option Rot-Rot-Grün ist für ein Jahrzehnt dahin«

Braucht Die Linke angesichts des Ukraine-Krieges einen neuen Anlauf in der Außenpolitik? Und was folgt aus der Haltung deutscher Parteien zu diesem Krieg sowie aus dem angekündigten Rüstungsprogramm der Ampel für eine Mitte-links-Machtperspektive?

AFP/ARIS MESSINIS

07.04.2022 von Markus Bickel

Oh, wie schön ist Rojava

Am 6. April 1992 begann in Bosnien-Herzegowina der längste Krieg in Europa nach 1945. Dennoch markiert er in der europäischen Geschichtsschreibung keine Zäsur. Auch in der linken außenpolitischen Analyse bleibt Bosnien ein blinder Fleck. Das rächt sich auch in der Debatte um den Krieg gegen die Ukraine.

Privat

05.04.2022 von Jan Schlemermeyer

Links im multipolaren Kapitalismus

Statt auf ein »Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands« sollte Die Linke auf die Stärkung einer möglichst multilateral orientierten EU setzen. Diese muss natürlich sozial-ökologisch umgebaut werden.

dpa/Kay Nietfeld

02.04.2022 von Peter Porsch

Feindbild Russland

Eigentlich sollte es nur ein Feindbild geben: das Feindbild Krieg. Aber hinter der berechtigten Kritik an der russischen Aggression in der Ukraine scheint oft ein anderes Feindbild auf: das Feindbild Russland. Woher kommt das?

imago images/United Archives

01.04.2022 von Helmut Dahmer

Ein zweites Afghanistan

Die russische Führung versucht, im Bunde mit regimetreuen Oligarchen, die Rückständigkeit der überwiegend extraktiven russischen Wirtschaft durch die Rückgewinnung verlorener Provinzen des Zaren- und Stalin-Reichs zu kompensieren.

AFP/USAF

29.03.2022 von Corinna Hauswedell

Nicht mit zweierlei Maß in der Außenpolitik

Militärisches Eingreifen, ob durch Truppenentsendung oder Waffenlieferungen, hat in fast allen Fällen eher eskalierend und nicht sicherheitsbildend gewirkt. Das sollte auch beim derzeit tobenden Krieg Russlands gegen die Ukraine bedacht werden.

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26.03.2022 von Gerhard Schweppenhäuser

Aufklärung statt Aufrüstung

In der Philosophie stellt sich immer wieder die Frage, ob es für Krieg vernünftige oder gerechte Gründe geben kann. Die Aufklärung zeigte allerdings, das Kriege nur der Herrschaft nützen. Das ist heute aktueller denn je.

AFP/ARIS MESSINIS

26.03.2022 von Ines Wallrodt

Mit anderen Waffen

Die Pazifistin Christine Schweitzer ruft die Ukraine zu sozialer statt militärischer Verteidigung auf. Historische Beispiele zeigten, dass es Alternativen gibt. Warum das weder naiv noch ignorant ist.

alamy/Roman Milert

24.03.2022 von Jürgen Angelow, Burkhardt Otto

Das globale Dorf ist zerbrechlich

Welche Möglichkeiten bleiben, den Krieg in der Ukraine zu beenden und zu friedlichen Mitteln der Konfliktlösung zurückzukehren? Und was ist die linke Perspektive dabei? Darüber sprechen Jürgen Angelow und Burkhardt Otto.

22.03.2022 von Gerry Woop

Zeitenwende - auch für Die Linke?

Wenn Kritik an Rüstungslobbyismus und Völkerrechtsbrüchen glaubwürdig sein soll, sind linke Vorschläge für eine Nato-Reform nötig, meint Gerry Woop. Spielraum für zeitgemäße linke Positionen wird es auch nach einer Neuorientierung in der Sicherheitspolitik angesichts Ukraine-Krieges geben.

dpa/Axel Heimken

19.03.2022 von Jan Benski

Politik mit anderen Mitteln

In der Debatte um den Ukraine-Krieg fällt immer wieder das Schlagwort »imperalistische Machtblöcke«. Aber was bedeutet das konkret, inwiefern sind EU und Nato nicht bloß wohlmeinende Schutzmächte der ukrainischen Bevölkerung?

17.03.2022 von Caren Lay

Linke Außenpolitik braucht ein Update

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist klar, dass linke Außenpolitik eine zeitgemäße Erneuerung braucht, ohne friedenspolitische Grundsätze über Bord zu werfen.

15.03.2022 von Hans Modrow

»Ich fühle mich um fast 80 Jahre zurückversetzt«

Abrüstung heißt im Großkonflikt rund um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine das Gebot der Stunde, nicht Aufrüstung. Aufrüstung weder mit Worten noch mit Kriegsgerät.

AFP/Oscar Del Pozo

14.03.2022 von Ralf Streck, San Sebastián

Spanische Linkspartei will radikale Diplomatie statt Waffenlieferungen

Auch in Spanien wird darüber gestritten, wie man den Krieg in der Ukraine beenden kann. Die Linkspartei Podemos will eine Bewegung für den Frieden schmieden und wird darin von Jean-Luc Mélenchon in Frankreich und Jeremy Corbyn in Großbritannien unterstützt.

AFP/Michal Cizek

14.03.2022 von Jindra Kolar, Prag

Putin spaltet die Linke in Tschechien und Slowakei

Sieben linke Parteien und Bewegungen aus Osteuropa fordern strikte Solidarität mit dem Kampf des ukrainischen Volkes. Andere sozialistische Organisationen sehen die Schuld am Ukraine-Krieg bei der Nato.

dpa/Jonas Walzberg

12.03.2022 von Raul Zelik

Keine Waffen für den Krieg

Im militaristischen Taumel dieser Tage, da Bundeswehrgeneräle fast schon eine besonnene Figur abgeben, braucht es eine vernehmbare Stimme der antimilitaristischen Vernunft. Das sollte in der Debatte über den Ukraine-Krieg Die Linke sein.

AFP/John MACDOUGALL

11.03.2022 von Paul Schäfer

Das Ziel muss ein stabiler Frieden sein

Der Krieg in der Ukraine stellt die linke Debatte vor neue Fragen. Dieser Text skizziert einige grundlegende Probleme, über die in den nächsten Wochen und Monaten zu reden sein wird.

IMAGO IMAGES/Lukas Schulz/aal.photo

04.03.2022 von Moritz Warnke

»Die Waffen nieder« reicht nicht

Für Frieden sind alle, aber das allein reicht nicht. Die Linke braucht konkrete Antworten auf den konkreten Konflikt. Sonst wird sie nicht überzeugen. Sie muss dafür auch keine friedenspolitischen Grundsätze über Bord schmeißen.

26.02.2022 von Jana Frielinghaus

Die Schockstarre löst sich

Vor wenigen Tagen konnten Initiativen der Friedensbewegung noch nicht glauben, dass Russland die Ukraine angreifen würde und verteidigten die Forderungen Moskaus. Jetzt sind sie Teil eines Bündnisses, das zu einer Großdemonstration gegen den Krieg aufruft.

Imago Images/Aaron Karasek

02.02.2022 von Uwe Sattler

Heinz Bierbaum: »Man kann auch Putin kritisieren«

Mit dem Projekt eines Left New Green Deal wollen Europas Linke gemeinsam mit Gewerkschaften und anderen progressiven Kräften ökologische und soziale Aspekte miteinander verbinden.

dpa/Tim Brakemeier

11.01.2022 von Norman Paech

Es geht um Krieg und Frieden

Wer eine normative Grundlage seiner zukünftigen Außenpolitik sucht, sollte dies nicht bei einem falsch verstandenen Marx, sondern beim Völkerrecht tun.

imago images/Florian Schuh

04.01.2022 von Wulf Gallert

Linke Außenpolitik braucht die Rückkehr zu Marx

In Fragen der internationalen Politik gehen die Positionen in der Linkspartei auseinander. Eine Debatte über Grundsätze der Außenpolitik tut not, findet Wulf Gallert.

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