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Explosion in New York - viele Verletzte

Ermittler: »Vorsätzlicher Akt« - aber keine Hinweise auf eine Verbindung zu Terrorismus / Bombenattacke in New Jersey / Messerangriff in Minnesota

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Bei einer Explosion im New Yorker Stadtteil Manhattan sind am Samstagabend 29 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Bill de Blasio war die Ursache zunächst noch ungeklärt, aber man gehe von einem »vorsätzlichen Akt« aus. De Blasio betonte zugleich, dass es keine Hinweise auf eine Verbindung zum Terrorismus gebe. Den Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall an einer Straße im Manhattaner Bezirk Chelsea. 24 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, eine der Verletzungen wurde als »ernst« beschrieben.

Es bestehe nach bisherigen Erkenntnisse auch kein Zusammenhang mit einer Bombenexplosion am Samstagmorgen an einer Renn-Strecke in Seaside Park in New Jersey. Dort waren am Morgen drei miteinander verbundene Rohrbomben in einer Mülltonne an einer Strecke deponiert, an der ein Rennen der Marineinfanterie mit schätzungsweise mehr als 5.000 Teilnehmern stattfinden sollte. Aber nur einer der Sprengsätze explodierte - und das vor der Veranstaltung, deren Beginn sich verzögert hatte. Daher wurde niemand verletzt. Auch in diesem Fall blieb zunächst ungeklärt, wer hinter der Tat steckt und was das Motiv war.

»Ohne diese Verzögerung hätten sich vermutlich viele Läufer in der Nähe der Mülltonne befunden«, sagte Fave. Warum der Start des Rennens verschoben wurde, sagte er nicht. Der Hintergrund des Anschlagsversuchs war nach Angaben des Sprechers zunächst unklar. »Aber es sollte eindeutig das Rennen getroffen werden.« Die USA haben bereits einen derartigen Anschlag erlebt: Im April 2013 waren beim Marathon in Boston zwei Bomben im Zielbereich explodiert. Drei Menschen wurden getötet und 264 weitere verletzt. Einer der beiden Brüder, die das Attentat verübten, wurde auf der anschließenden Verfolgungsjagd von Polizisten getötet. Der andere, Dschochar Zarnajew, wurde zum Tode verurteilt.

Ein Mann hat unterdessen in einem Einkaufszentrum in St. Cloud im US-Bundesstaat Minnesota acht Menschen mit einem Messer verletzt. Ein Polizist habe den Mann am Samstagabend (Ortszeit) erschossen, berichtete der Sender CNN am Sonntag. Augenzeugenberichten zufolge habe der Mann »Allah« gerufen und Kunden in dem Einkaufszentrum etwa 70 Kilometer nordwestlich von Minneapolis gefragt, ob sie Muslime seien. Die Identität des Täters und seine Motive waren zunächst unbekannt. Agenturen/nd

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