Namibia erwägt Klage wegen Völkermordes gegen Deutschland
Winduk. Mehr als hundert Jahre nach dem Völkermord im damaligen Deutsch-Südwestafrika erwägt Namibia, Deutschland auf 30 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) Entschädigung zu verklagen. Das geht aus amtlichen Dokumenten hervor, die von der Zeitung »The Namibian« und der Nachrichtenagentur AFP eingesehen wurden. Der namibische Justizminister Sacky Shangala bestätigte AFP, dass ein Team von Juristen derzeit eine Klage wegen Verletzung der Menschenrechte vorbereite. Die Bundesregierung bezeichnet die Massaker zwar inzwischen als Völkermord, lehnt Entschädigungszahlungen aber ab. Zwischen 1904 und 1908 wurden im heutigen Namibia unter der deutschen Kolonialherrschaft Zehntausende Herero und Nama getötet. AFP/nd
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