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Besetzte Schule steht vor dem Ende

Friedrichshain-Kreuzberg macht Bewohnern Angebot

  • Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.

Nach der Gerichtsentscheidung im Juli, dass eine Räumung der von Geflüchteten besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße in Kreuzberg rechtens sei, haben die verbliebenen Bewohner Angst. Der aus dem Tschad geflohene Younous Abou Bakar weiß nicht, wie es weitergeht: »Mir geht es sehr schlecht, alle meine Freunde sind traurig«, sagte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz der Nachbarschaftsintiative Ohlauer Straße.

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) sagte dem »nd«: »Die Zeit in der Schule ist eindeutig endlich.« Seit 2013 mache der Bezirk den Bewohnern Angebote, diese wurden immer abgelehnt. »Wir werden noch ein Angebot machen. Ich hoffe, dass die Bewohner dieses annehmen.« Laut Unterstützern sollte am Dienstagabend ein Treffen von Bewohnern und einem Mitarbeiter des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten stattfinden.

Herrmann sagte, der Trägerverbund Desi solle in der Gerhart-Hauptmann-Schule ein soziales Zentrum führen. Ulrich Hardt, Leiter des Theaters Expedition Metropolis, einer der vier Träger, bestätigte, die Desi habe sich auf eine Ausschreibung des Bezirks beworben. Die Ausschreibung sah eine Wohnunterkunft auf dem Gelände und die Unterstützung durch die Nachbarschaft vor.

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