Öffentlich zerrissen

Documenta-Performance

  • Lesedauer: 1 Min.

Die Kontroverse um die geplante documenta-Performance »Auschwitz on the beach« hat am Donnerstagabend ein versöhnliches Ende genommen. Der italienische Autor und Aktivist Franco Berardi zerriss in einer als »Shame on you« angekündigten Ersatzveranstaltung sein Gedicht, das umstrittene Vergleiche der Schicksale von Flüchtlingen mit dem Holocaust enthielt. Zur Veranstaltung hatte die documenta anstelle der nach Protesten abgesetzten Performance ins Fridericianum in Kassel eingeladen.

Wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung hatten sich Vertreter der jüdischen Gemeinde und anderer zivilgesellschaftlicher Gruppen mit der documenta-Leitung und Berardi getroffen und sich über einen Verzicht auf den Vortrag des Gedichtes verständigt. epd/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.