Ansturm auf die Stadt aus Eis und Schnee
Harbin. Das größte Schnee- und Eisfestival der Welt in der nordostchinesischen Stadt Harbin hat am ersten Wochenende nach der Öffnung einen Ansturm zehntausender Besucher erlebt. Für die jährliche Winterattraktion sind aus geschätzt einer Million Kubikmeter Eis und Schnee wochenlang Skulpturen, Paläste, Bauten, Tierfiguren und Fabelwesen errichtet worden, die mit bunten Lichtern von innen beleuchtet werden. Schon im 34. Jahr richtet die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang das Eisfest aus. Bei Temperaturen um minus 20 Grad kommen jedes Jahr rund eine Million Besucher.
Die eisigen Skulpturen sicherten Harbin bereits mehrere Einträge in das Guiness-Buch der Rekorde - unter anderem für die Kopie der Großen Mauer, die mit 958 Metern die größte Eiskonstruktion der Welt darstellte.
Die Zehn-Millionen-Stadt verdankt Russland ihre Entwicklung. 1896 vereinbarte das Zarenreich mit China den Bau einer Eisenbahnstrecke von Wladiwostok über Harbin in die Hafenstadt Dalian. Mit den russischen Arbeitern wuchs Harbin zu einer Industrie- und Handelsstadt heran. Noch heute zeugen die orthodoxe Kirche St. Sophia und eine Synagoge von der russischen und jüdischen Vergangenheit. dpa/nd Foto: AFP/Greg Baker
Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Dank der Unterstützung unserer Community können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben
→ Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden
→ Desinformation mit Fakten begegnen
→ linke Perspektiven stärken und vertiefen
Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.