Keine Zuschüsse mehr für gezuckerte Schulmilch

Potsdam. Gezuckerte Milchprodukte an Brandenburgs Schulen sollen künftig nicht mehr bezuschusst werden. Nachdem Verbraucherschutzvereine wie Foodwatch die Praxis kritisiert hatten, fordern nun auch Politiker ein Ende der Subventionierung. »Die gezuckerte Milch wird bisher mit 16 Cent je Liter bezuschusst. Sie wird ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr gefördert«, sagte Holger Lau vom Landesamt für Landwirtschaft. Im Januar hatten SPD, CDU und LINKE im Landtag ihren Antrag auf ein Ende der Förderung eingebracht. Dabei war auf die steigende Zahl übergewichtiger Kinder hingewiesen worden. Rund 350 000 Euro stehen im aktuellen Schuljahr dafür bereit, dass Schüler in Brandenburg ihre Milch vergünstigt erhalten. »Das sollte zur Förderung gesunder Ernährungsgewohnheiten und des Verzehrs lokaler Erzeugnisse beitragen«, zitiert Lau aus dem Schulmilchprogramm, das aus EU-Mitteln finanziert wird. Die regionalen Erzeuger kritisieren aber die Entscheidung, nur noch Schulmilch ohne Zuckerzusatz zu subventionieren. »Von den neun im Land Brandenburg anerkannten Schulmilchlieferanten sind schon jetzt sechs regionale Produzenten«, heißt es vom Landesbauernverband. Da Milchmixgetränke bereits die Hälfte des Schulmilchangebots ausmachten, sei zu befürchten, dass die Schüler nicht wie gewünscht auf ungesüßte Milch umsteigen, sondern ganz auf das Angebot verzichten. Elternvertreter sehen das ähnlich. dpa/nd

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