Friedensforscher warnen: Risiko einer nuklearen Katastrophe steigt

Berlin. Deutsche Friedens- und Konfliktforscher haben die Bundesregierung zu einem verstärkten Engagement gegen ein neues Wettrüsten mit Atomwaffen aufgerufen. Die nukleare Weltordnung sei in akuter Gefahr und mit ihr die Stabilität des internationalen Systems, heißt es in dem am Dienstag in Berlin veröffentlichen Friedensgutachten 2019. »Die nach dem Kalten Krieg vereinbarte Abrüstung zwischen den nuklearen Supermächten ist blockiert, und ein neues Wettrüsten zeichnet sich ab; bestehende Rüstungskontrollverträge werden gekündigt oder laufen in Kürze aus; regionale Nuklearkrisen drohen zu eskalieren«, heißt es. Das Risiko einer nuklearen Katastrophe steige wieder. Die Forscher raten der Bundesregierung, neue strategische Bündnisse für eine Friedenspolitik zu suchen. Sie fordern, Rüstungsexportkontrollen zu verstärken und eine Erosion der Beziehungen zwischen der NATO und Russland zu verhindern. dpa/nd

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