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Entwicklung im BER-Umfeld aus einer Hand

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Ein sogenanntes Regionalmanagement soll künftig die Entwicklung des Wirtschaftsraums »Brandenburger Flughafenregion« vorantreiben. Das brandenburgische Wirtschaftsministerium will dieses auf zunächst drei Jahre angelegte Projekt mit knapp 600 000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« unterstützen. Den Zuwendungsbescheid hatte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer in der vergangenen Woche dem Bürgermeister von Ludwigsfelde (Teltow-Fläming), Andreas Igel (SPD), und dem Leiter der Wirtschaftsförderung Ludwigsfelde, Wilfried Thielicke, überreicht.

Igel ist als Bürgermeister einer der leistungsfähigsten Städte im BER-Umfeld auch Vizevor᠆sitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg. Das Gremium dient Brandenburger Kommunen und Berliner Bezirken in der Nachbarschaft des Flughafens, dem Flughafenbetreiber sowie seinen Gesellschaftern, den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund, als Kommunikationsplattform. Anfang Dezember hatten die Mitglieder sich darauf verständigt, dass mit Blick auf die für den 31. Oktober 2020 geplante Eröffnung des BER die Flughafen-Umfeldentwicklung beschleunigt werden müsse.

Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums hat sich das Umfeld des neuen Flughafens bereits in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich entwickelt - sowohl mit Blick auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Lebensqualität und Städtebau. Doch sei die positive Entwicklung mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Das neue Regionalmanagement solle sich nun vor allem um die Bereiche Mobilität und Fachkräftesicherung kümmern. »Ein wichtiger Impuls, um Fachkräfte in der Region zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen, sind attraktive Mobilitätsangebote«, erklärte Staatssekretär Fischer. »Deshalb soll das BER-Umfeld zu einer Modellregion für innovative Mobilitätsangebote entwickelt werden.«

Die Entwicklung der regionalen Wirtschaft werde entscheidend davon abhängen, wie es gelinge, »Gewerbestandorte nachhaltig zu entwickeln, ein stark steigendes Mobilitätsaufkommen zu lenken und ressourcenschonend zu gestalten sowie den stark steigenden Fachkräftebedarf zu decken«, so Fischer. Eine Aufgabe des Regionalmanagements sei daher die engere Vernetzung der wichtigsten Akteure - Anrainerkommunen, Landkreise, beteiligte Wirtschaftscluster und die Regionalen Wachstumskerne Schönefelder Kreuz und Ludwigsfelde. Es gehe um die abgestimmte Akquise von in- und ausländischen Fachkräften, die Umsetzung integrierter regionaler Mobilitätskonzepte, die Schaffung neuer sowie Anpassung und Ausweitung bestehender Mobilitätsangebote. Federführend dabei sei Ludwigsfelde.

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