Patientenschützer plädieren für zweite Überprüfung positiver Corona-Tests

Ziel: Unnötige Quarantäneanordnungen verhindern und die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen erhöhen

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Berlin. In der Debatte um zielgenauere Maßnahmen gegen das Coronavirus schlagen Patientenschützer weitere Vorkehrungen bei Tests vor. »Ohne Zweifel sind die derzeit 1,1 Million Corona-Tests pro Woche richtig und wichtig«, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. So hätten zuletzt rund 8000 positive Ergebnisse nachgewiesen werden können, was es ermögliche, örtliche Infektionsgeschehen rasch zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten. »Jetzt gilt es, falsch positive Tests möglichst auszuschließen.« Deshalb sollte eine zweite Überprüfung der Probe verbindlich werden.

»So gelingt es, unnötige Quarantäneanordnungen zu verhindern und die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erhöhen«, sagte Brysch. Zudem nehme es Kritikern den Wind aus den Segeln, die behaupteten, erst die Millionen Tests würden falsch-positive Ergebnisse produzieren. Falsch-positiv bedeutet, dass man ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Infektion vorliegt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) kommen solche Befunde wegen der Eigenschaften der PCR-Tests und hoher Qualitätsanforderungen nach derzeitigen Erkenntnissen nur selten vor. dpa/nd

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