Und wieder kein Mittagessen

Lisa Ecke mahnt eine Regelung zum Schulessen im Lockdown an

  • Lisa Ecke
  • Lesedauer: 1 Min.

Ein Ende des Homeschoolings ist noch nicht absehbar, aktuell streiten die Bundesländer über eine Verlängerung. Geschlossene Schulen bedeuten auch, dass es kein Schulessen gibt. Besonders betroffen sind davon Kinder, deren Familien in Armut leben müssen. Eigentlich ist für Minderjährige, deren Familien Grundsicherung, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, das Mittagessen in Schule und Kita kostenlos. Die aktuelle Regelung besagt, dass Betroffene bei Ausfall des Präsenzunterrichts ihr Schulessen nach Hause geliefert bekommen sollen. Das funktioniert jedoch in den allermeisten Fällen immer noch nicht. Statt die Monate zwischen erstem und zweiten Lockdown dafür zu nutzen, den Familien einen dringend benötigten finanziellen Ausgleich für den Wegfall der Mahlzeiten zu ermöglichen, gehen Betroffene jetzt wieder komplett leer aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass es coronabedingte Mehrkosten gibt, unter denen vor allem Geringverdienende und Erwerbslose leiden: gestiegene Obst- und Gemüsepreise, Geld für Schutzartikel sowie erhöhte Kommunikationskosten. Zudem fallen viele Hilfsangebote weg. Dass immer noch kein Ersatz für das fehlende kostenfreie Mittagsessen gefunden wurde, zeigt, was für einen geringen Stellenwert arme Menschen haben.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal