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Die Zukunft der Republikanischen Partei

Die rechte US-Republikanerin Marjorie Taylor Greene wurde von der parlamentarischen Ausschuss-Arbeit ausgeschlossen.

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 2 Min.

In sozialen Netzwerken in den USA gibt es ein neues politisches Kürzel: MTG. Es steht für Marjorie Taylor Greene. Die Republikanerin und Kongressabgeordnete ist eine Meisterin der rechten Provokation, doch das hat jetzt Konsequenzen. Per mehrheitlichem Beschluss wurde sie von der Ausschuss-Arbeit im Repräsentantenhaus ausgeschlossen. Der Vorwurf der Demokraten und elf Republikaner, die für die selten angewandte Maßnahme stimmten: Aufstachelung zur Gewalt gegen Parlamentarier.

Taylor Greene vertritt einen ländlichen und konservativen Wahlkreis aus Nordwest-Georgia. Die rechte Aktivistin hatte sich in einer Vorwahl mit unbedingter Loyalität zu Donald Trump durchgesetzt. In ihrer politischen Karriere hat sie allerhand rechte Verschwörungstheorien verbreitet, etwa die vom »Pizzagate« zu vermeintlicher Pädophilie prominenter Demokraten und die QAnon-Fantasie über Blut trinkende Eliten. Außerdem hat sie sich immer wieder rassistisch und antisemitisch geäußert. Ihr Wahlkampfslogan war »Rettet Amerika, stoppt den Sozialismus«.

In einer Rede vom Februar 2019 erklärte die ehemalige Crossfit-Gym-Betreiberin, die Demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, habe »Verrat begangen, was mit dem Tode bestraft werden muss«. In einer Wahlkampfanzeige hatte die Waffenliebhaberin mit einem automatischen Gewehr posiert, das scheinbar zufällig auf Fotos der Köpfe der Demokratinnen Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Rashida Tlaib gerichtet ist.

Donald Trump hat die Tochter eines Bauunternehmers als »Zukunft der Republikanischen Partei« bezeichnet und fördert sie. Im Januar hatte die Anhängerin einer evangelikalen Megachurch versucht, ein Impeachmentverfahren gegen Joe Biden einzuleiten. In den letzten Tagen gab sie sich scheinbar reumütig, doch frühere Äußerungen lassen daran zweifeln.

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