Sturz auf dem Weg ins Homeoffice

Kein Arbeitsunfall

Ein Sturz auf dem Weg vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer im Homeoffice ist kein Arbeitsunfall. Das entschied das nordrhein-westfälische Landessozialgericht in Essen im Fall eines Gebietsverkaufsleiters, der 2018 beim Sturz von einer Wendeltreppe einen Brustwirbeltrümmerbruch erlitten hatte. Es handle sich weder um den Weg zum Ort der Tätigkeit noch um einen versicherten Betriebsweg, teilte das Landessozialgericht NRW (Az. L 17 U 487/19) am 5. Mai 2021 mit.

Der Mann hatte zunächst erfolgreich vor dem Sozialgericht Aachen gegen die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik geklagt, die ihm keine Entschädigungsleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung gewähren wollte. Das Landgericht änderte das Urteil ab und wies die Klage zurück.

Die Entscheidung fiel bereits im November 2020. Sie wurde aber jetzt erst veröffentlicht. Inzwischen ist eine Revision beim Bundessozialgericht anhängig. AFP/nd

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