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Solidarisch teilen macht viele satt

Leserinnen und Leser spendeten seit 2002 mehr als 230 000 Euro

  • Von Olaf Koppe
  • Lesedauer: 5 Min.
nd-Soliaktion: Solidarisch teilen macht viele satt

Wie wir in den letzten Wochen schon vermelden konnten, ist auch die neue Solidaritätsaktion, die »nd« wieder gemeinsam mit den Nichtregierungsorganisationen Weltfriedensdienst, Inkota und SODI International unter dem Motto »Teilen macht satt« initiiert hat, überaus erfolgreich angelaufen. Bis dato wurden von den Leserinnen und Lesern des »nd« über 40 000 Euro gespendet - etwas mehr als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Dafür allen Spenderinnen und Spendern schon mal unseren »Zwischendank«!

In unserer Beilage zur Soliaktion am 16. Dezember haben wir erneut ausführlich über die diesjährigen Projekte berichtet und darüber, mit welchen Spendenbeträgen man diese unmittelbar unterstützen kann. In dem Kasten unten auf dieser Seite sind diese noch einmal aufgeführt.

An der Aktion beteiligt sich auch der frühere Psychologe und heutige nd-Leser Achim Sauerland aus Bremerhaven, dessen Ausstellung »Betroffenheit« noch bis Ende Januar im Oberfoyer unseres Verlagsgebäudes am Franz-Mehring-Platz 1 besichtigt werden kann. Herr Sauerland hat die von ihm gemalten Bilder - ein paar sehen Sie auf dieser Seite - für den Verkauf zugunsten der nd-Soliaktion freigegeben. Sie können über den nd-Shop für einen Mindestpreis von 25 Euro (gern mehr) erworben werden. Der Verkaufserlös geht direkt auf das Soliaktionskonto.

Aber wie fing eigentlich alles an? Die Ursprünge der nd-Soliaktion liegen vermutlich in der Beteiligung von »Neues Deutschland« an den jährlichen Solidaritätsbasaren der Berliner Journalisten und Journalistinnen zu DDR-Zeiten auf dem Alexanderplatz. Zwar wurde nach 1990 noch versucht, diese wiederzubeleben. Aber irgendwann schlief die traditionelle Solidaritätsveranstaltung ein.

»nd« bot parallel auf seinen jährlichen Pressefesten einer ganzen Reihe von Solidaritätsorganisationen im Rahmen des vom Auslandsressort organisierten »Global Village« ein Podium und die Möglichkeit, Spendengelder einzuwerben. Im Jahr 2002 war es der auch für »nd« tätige Autor Malte Letz, der auf den damaligen nd-Auslandsredakteur Jochen Reinert zukam und dem »nd« die Organisation einer Spendenkampagne vorschlug. Er konnte die Nichtregierungsorganisationen (NRO) SODI-International (1990 gegründet und Rechtsnachfolgerin des Solidaritätskomitees der DDR), Inkota (ein 1971 in der DDR gegründetes Netzwerk von entwicklungspolitischen und Solidaritätsgruppen) sowie den bereits seit 1959 als weltanschaulich unabhängige Nichtregierungsorganisation existierenden Weltfriedensdienst (Wfd) als Partner gewinnen.

Der damalige nd-Chefredakteur Jürgen Reents wies am 16. November 2002 zum Start der ersten Aktion unter dem Motto »Bildungschancen für Mocambique« darauf hin, dass die Medienpartnerschaft, die die Zeitung mit den drei NRO für die Spendenaktion einging, etwas Besonderes darstelle und schrieb: »Dies so entschieden zu haben, soll anderen Anliegen nicht entgegentreten. Moçambique zählt zu den ärmsten Staaten der Erde, immer auch noch unter den Folgen jahrhundertelanger kolonialer Ausplünderung leidend, von der sich das Land 1975 befreien konnte. Förderung von Bildung und Beschäftigung ist der Weg aus der Armut. Die drei Projekte, die von SODI, Inkota und Wfd hier vorgestellt werden, helfen diesen Weg zu gehen.«

»Die Kraft der Farbe« (l.), »Armut in Kenia« (M.), »Schule auf Jemenitisch« (r.) und »Wasser ist Leben« (u.) können für einen Solipreis erworben werden.
»Die Kraft der Farbe« (l.), »Armut in Kenia« (M.), »Schule auf Jemenitisch« (r.) und »Wasser ist Leben« (u.) können für einen Solipreis erworben werden.

Über die Jahre konnten aus den eingeworbenen Spendengeldern in Höhe von circa 230 000 Euro eine Vielzahl von solidarischen Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt werden. Etwa 12 000 Einzelspenden wurden von Leserinnen und Lesern des »nd« getätigt.

Für die drei Partnerorganisationen der nd-Aktion hat dieses Geld eine enorme Bedeutung. Denn angesichts der vergleichsweise geringen Summen mit denen ganz konkrete Entwicklungsprojekte finanziert werden, können sie effektive Hilfe vor Ort leisten, die in den meisten Fällen eine Hilfe zur Selbsthilfe der Partnerorganisationen in den Projektländern und -regionen darstellt.

Maximilian Knoblauch vom Weltfriedensdienst betont, wie wichtig und besonders diese Kooperation mit dem »nd« ist, die dem Wfd seit Jahren starken Rückenwind in seiner Arbeit gibt. »Sie ist ein Schaufenster in die zivilgesellschaftliche Friedens- und Entwicklungsarbeit und sticht in der deutschen Medienwelt als etwas wirklich Besonderes hervor. Die nd-Soliaktion zeigt, wie wir globale Solidarität gemeinsam leben können, und gibt interessierten Menschen, die wir sonst womöglich nicht erreichen würden, besondere Einblicke in die Projektarbeit unser Partnerorganisationen vor Ort. Wir sind sehr froh, dass wir mit der nd-Soliaktion seit Jahren zu mehr Frieden und Gerechtigkeit weltweit beitragen können, und sind dankbar für jede Unterstützung, mit der uns die nd-Leser*innen in unserer Arbeit stärken.«

Auch Claudia Klein-Hitpaß von Inkota freut sich, dass sich die nd-Soliaktion inzwischen fest etabliert hat: »Jedes Jahr treffen wir uns und tauschen uns über spendenfinanzierte Projekte im Globalen Süden aus. ›neues deutschland‹ berichtet mit großer Ausführlichkeit über die aktuelle Lage in den Ländern, druckt Reportagen und Interviews ab. Dadurch erhalten die Leserinnen und Leser einen tiefen Einblick in die Arbeit, das Engagement und den Mut unserer Partnerorganisationen. Das überzeugt viele Menschen zum Spenden, einige sind schon seit Jahren treu dabei. Wir hoffen sehr, dass wir noch viele Jahre gemeinsam zur nd-Soliaktion aufrufen werden.«

Das hofft auch Dr. Rolf Sukowski, Vorstandsvorsitzender von SODI: »Die nd-Soliaktion ist eine wertvolle Tradition. Gemeinsam haben wir eine lebendige Kampagne geschaffen, in der vor allem unsere lokalen Partnerorganisationen und die Menschen in den Projekten eine Stimme bekommen.« Dazu ergänzend Naum Butoto, Direktor von UGEAFI, der SODI-Partnerorganisation in der DR Kongo: »Wir freuen uns sehr, dass mit der Soliaktion über unsere Arbeit in Süd-Kivu berichtet wurde. Für das gesammelte Geld sind wir dankbar und können unsere Arbeit für den Frieden 2022 motiviert, trotz der vielen Gefahren, fortsetzen.«

In diesem Sinne danken auch wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für die rege Beteiligung an der diesjährigen Aktion, die ja noch ein paar Wochen läuft. Und wir hoffen sehr, mit Ihrer Hilfe das angestrebte Spendenziel von 80 000 Euro zu erreichen.

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