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Konsequente Nutzung fördern

Daniel Lücking über die Strategie der digitalen Pandemiebekämpfung

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Die Gesundheitsämter kommen mit der Kontaktnachverfolgung bei den aktuellen Inzidenzen nicht mehr nach. Auch die Luca-App hilft dabei nicht mehr. Der Missbrauch von Check-In-Daten ist bei der Corona-Warn-App ausgeschlossen.
Die Gesundheitsämter kommen mit der Kontaktnachverfolgung bei den aktuellen Inzidenzen nicht mehr nach. Auch die Luca-App hilft dabei nicht mehr. Der Missbrauch von Check-In-Daten ist bei der Corona-Warn-App ausgeschlossen.

Offenkundiger als in dieser Woche war das Scheitern der Luca-App wohl bislang noch nicht. Das System erwies sich technisch mehrfach als unzureichend, der Anbieter besserte nach und die Akzeptanz bei den Gesundheitsämtern geht in immer mehr Kommunen gegen null. Polizeien in mehreren Bundesländern versuchten ihr Glück mit teils eindeutig illegalen Datenabfragen bei den Gesundheitsämtern. Es ist folgerichtig, dass jetzt immer mehr Bundesländer von der Luca-App Abstand nehmen.

Überfällig aber ist, dass die Bundesregierung sich um die datenschutzkonforme Corona-Warn-App bemüht. Die Akzeptanz war aufgrund der gewährleisteten Anonymität gestiegen und spätestens seit der Einführung der Check-In-Funktion leistet die Corona-Warn-App zuverlässig das, was die Luca-App nur versprach.

Es ist also dringend an der Zeit, neben der weiterhin möglichen schriftlichen Erfassung von Besucher*innen in Restaurants, Gaststätten und Hotels, die Corona-Warn-App dort zur Pflicht zu machen und konsequent auch alle privatwirtschaftlichen Teststationen kostenlose PCR-Tests bei roter Warnmeldung anbieten zu lassen. Die Anonymität der Corona-Warn-App sollte aber nicht durch eine Ticket-Funktion konterkariert werden, die in einem kommenden Update geplant ist.

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