Endlich raus aus Mali

Daniel Lücking zum Mali-Besuch der Außenministerin

  • Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.

Endet der Einsatz der Bundeswehr in Mali oder endet er nicht? Wenn man Ausrüstungsplanungen für die kommende Jahreshälfte betrachtet, scheint Deutschland weiterhin im Land zu bleiben. Ehrlich gemacht hat sich aber in der neuen Bundesregierung bislang aber noch niemand, was die eigentlichen Ziele in Mali angeht. Vorgeschoben geht es weiterhin darum, grundlegende rechtstaatliche Prinzipien einzuhalten oder Ausbildungsmissionen für malische Streitkräfte durchzuführen. Das wird gerne nach vorne gekehrt.

Seit dem Einsatz der russischen Söldnertruppe Wagner, die angeblich nicht für staatliche Interessen Russlands vor Ort ist, trat ein neuer Akteur in Mali auf. Rechte an Goldminen seien der Gruppe zugesichert, so heißt es im IPG-Journal der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das führt ein Stück näher zum Zweck des Einsatzes: Sicherung von Rohstoffen. Die Bevölkerung ist dabei wieder einmal absolut nachrangig. Das zeigt auch die weiterhin fehlende Exit-Strategie für ein Ende des Einsatzes. Die europäische Mission gilt vorläufig als beendet, obgleich die Soldaten weiterhin im Land sind. Dass in Mali die Konfrontation mit Russland ein neues Schlachtfeld finden könnte, muss dringend vermieden werden.

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