Die kommenden Sozialproteste

Protestbewegungen entstehen meist spontan aus dem Bedürfnis heraus, gegen die Unzumutbarkeiten einer Krise etwas zu machen

  • Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Inflation hat sich etwas abgeschwächt. Sie beträgt laut vorläufigen Schätzungen im Juli »nur noch« 7,5 Prozent. Doch damit ist die Preiskrise noch längst nicht zu Ende.

Es ist deswegen wahrscheinlich, dass wieder neue Sozialproteste entstehen werden. Ebenso denkbar ist es, dass sie von neuen Akteur*innen initiiert werden, die bisher noch nicht politisch aufgetreten, geschweigend organisiert sind. Das war schon bei den Montagsdemos gegen Hartz IV so und auch als die Occupy-Bewegung vor rund einem Jahrzehnt hierher kam. Häufig entstehen solche Proteste nämlich relativ spontan aus dem Bedürfnis »normaler« Bürger*innen heraus, etwas gegen die gegenwärtigen oder künftigen Unzumutbarkeiten zu machen.

Auch wenn es die Linke nicht in der Hand hat, ob, wann, wie und wo diese Proteste entstehen, entbindet es sie nicht von der Aufgabe, sich Gedanken zu machen, wie sie auf die Inflationskrise reagieren kann. Nicht nur, weil die soziale, die Klassenfrage ihr ureigenstes Thema ist, sondern auch, weil die rechten Rattenfänger schon auf ihre nächste Gelegenheit warten.

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal