Vaterfreuden

Fünflingsvater erlebt Shitstorm bei Instagram

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 2 Min.
Der Fünflingspapa Jordan Driskell
Der Fünflingspapa Jordan Driskell

Jordan Driskell gehört zu den Menschen, die dem etwas fragwürdigen Drang nachgegeben hat, die ganze Welt an Freud und Leid der Elternschaft teilhaben zu lassen. Der 31-Jährige aus dem US-Bundesstaat Kentucky postet in seinem Instagram-Account regelmäßig Bilder und Videos von seinen Kindern. Dass es sich bei den drei Mädchen und zwei Jungen um Fünflinge handelt, macht die Geschichten, die er erzählt, für das Publikum des Social-Media-Kanals besonders spannend.

Driskell hat auf Insta immerhin 17 500 Follower. In den letzten Tagen dürften etliche hinzugekommen sein. Denn einer seiner letzten Posts bekam so viel Aufmerksamkeit, dass er es sogar in die »klassischen« Medien schaffte. Etliche Zeitungen berichteten darüber. Ein Video, in dem er seine fünfjährigen Kids quasi wie ein Gespann an kleinen Geschirren spazieren führt, wurde mehr als eine Million Mal angeschaut. Und löste heftige Reaktionen aus. Driskell halte die Kinder »wie Tiere«, empörten sich manche Kommentatoren. Das erinnert an schon in den 90ern geführte Diskussionen: Gerade Mütter lehnten damals selbst kleinste Sicherungsmaßnahmen wie das kurzzeitige Ins-Stellchen-Legen für Kleinkinder und Babys als brutale Freiheitsberaubung ab – wohl auch eine Folge der Ideologie, dass die Mutter (weniger der Vater) rund um die Uhr jedes Bedürfnis nicht nur eines Kindes erfüllen müsse. Den aus solchem Denken resultierenden Zorn bekam nun eben auch der Instagram-Star aus Kentucky zu spüren.

Er nahm es mit Humor, freute sich über neue Follower und postete eine kleine Inszenierung, in der er sich von den Kleinen an einer Leine herumführen lässt, versehen mit dem Titel: »The gang has taken over dad!« (Die Bande hat Papa übernommen). Und schrieb seinen Kritikern ins Stammbuch, sie sollten doch mal für einen Tag in seinen Schuhen laufen – also an seiner Stelle versuchen, die fünf quirligen Kids sicher durchs Leben zu führen.

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