Zum Frieden links halten

Über die Orientierung bei Demonstrationen

Rechtsextremismus: Zum Frieden links halten

Es wäre unfair, den Blick auf eine Friedensdemonstration mit 800 bis 1000 Teilnehmern auf die etwa zwei Dutzend offensichtlich Rechten zu verengen, die da am Samstag in Brandenburg/Havel mitgelaufen sind. Zumal diejenigen, die sich durch Friedensaktionen und Sozialproteste gestört fühlen beim Aufrüsten und beim Abwälzen der Kriegskosten auf die einfache Bevölkerung, nach Neonazis Ausschau halten, um damit berechtigte Proteste zu diskreditieren. Gern wird eine Querfront herbeifantasiert, wo es gar keine gibt. Falls es an Faschisten mangelt, tun es zur Not auch Querdenker. In Brandenburg/Havel kommen diese noch dazu.

Es wäre aber auch fahrlässig, die Beteiligung von Rechten kleinzureden oder auszublenden – wozu mancher ehrliche Friedensfreund in seiner Verzweiflung über den Krieg nun leider neigt. Die Demonstration in Brandenburg/Havel droht, die Orientierung zu verlieren und auf einen gefährlichen Irrweg zu geraten, obwohl die politische Haltung des Anmelders außer Zweifel steht. Wenn sich Die Linke von ihm und er sich von der Linken abwendet, stärkt das allerdings nur die AfD. Hier sollten sich beide Seiten noch einmal sehr selbstkritisch hinterfragen.

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Das beste Mittel gegen Fake-News und Rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal