Werbung

Streik der Lokführergewerkschaft: GDL hat nur dieses Mittel

Rainer Balcerowiak über erneute Warnstreiks bei der Bahn

  • Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: 2 Min.

lNach dem erneuten Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn ist es keine Überraschung, dass es zu einer weiteren Arbeitsniederlegung der Lokführergewerkschaft GDL kommen wird und dass diese ihre Gangart verschärft. So werden künftige Streiks nicht mehr 48 Stunden vorher angekündigt und könnten auch die Osterferien betreffen. Für Bahnreisende sind das keine guten Nachrichten, und die anschwellenden medialen Hetzkampagnen gegen die GDL werden ihre Wirkung in Teilen der Öffentlichkeit nicht verfehlen. Auch Forderungen nach Einschränkung des Streikrechts werden immer lauter.

Dabei ist es die Bahn AG, die ihren Schichtdienstbeschäftigten das verweigert, was die GDL bei privaten Bahnfirmen bereits durchgesetzt hat: die stufenweise Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Eine Forderung, die derzeit auch in anderen Tarifrunden so oder so ähnlich eine Rolle spielt.

Ja, der Kampf der GDL wird »auf dem Rücken der Fahrgäste« ausgetragen, wo auch sonst. Doch wer trägt die Verantwortung? Eine Gewerkschaft, die ihr einziges wirkmächtiges Mittel zur Durchsetzung berechtigter Forderungen konsequent einsetzt, oder ein bundeseigenes Unternehmen, das sich mit Rückendeckung des Verkehrsministers als Bollwerk gegen bessere Arbeitsbedingungen profilieren will?

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal