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Alba Berlin hat das Halbfinale vor Augen

Basketball: Bonn bereits in der Vorschlussrunde

Matchball für den Basketball-Männermeister Alba Berlin: Mit einem Sieg bei den Paderborn Baskets kann der Titelverteidiger heute (Anpfiff 20 Uhr) zum 17. Mal in seiner Vereinshistorie den Einzug ins Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft perfekt machen. Albas Sportdirektor Henning Harnisch warnte jedoch vor einem weiteren Ausrutscher in Paderborn: »Wir müssen alles abrufen, sonst können wir da noch mal verlieren.«

In der »best of five«-Serie des Viertelfinals liegt der achtmalige deutsche Champion durch den 77:67-Sieg in Berlin nach drei Spielen mit 2:1-Siegen vorn. Bei einer Niederlage von Alba heute käme es am Donnerstag zum Entscheidungsspiel in Berlin. Im Halbfinale würden die »Albatrosse« auf den Finalgegner des Vorjahres treffen: die Telekom Baskets Bonn, die sich im Schnelldurchlauf mit drei Siegen gegen Ulm durchgesetzt haben.

»An Bonn denken wir überhaupt nicht«, betonte Harnisch. »Uns interessiert im Moment nur Paderborn.« Der Hauptrunden-Achte bereitet dem Titelfavoriten mehr Mühe als erwartet. Vom Außenseiterstatus der Ostwestfalen möchte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi vor dem insgesamt siebten Saisonduell längst nichts mehr hören: »Paderborn ist eine Mannschaft, die Qualität hat. Was passiert, passiert nicht zufällig, sondern aus einem System, einem Konzept heraus«, sagte Baldi.

Gewarnt sind die Berliner durch die 68:71-Pleite im zweiten Play-off-Spiel in der Paderborner Maspernhalle. »Wir wissen schon etwas besser, was uns atmosphärisch und auch spielerisch erwartet«, meinte Baldi und ergänzte selbstbewusst: »Wenn wir unser Spiel durchsetzen, dann glaube ich – ich möchte mich nicht arrogant anhören – wird es für jeden in Deutschland schwer gegen uns.«

Für die Zuversicht sorgt die zuletzt gezeigte Leistung, als die vom überragenden Julius Jenkins angeführten Hauptstädter vor 12 467 Zuschauern in der heimischen O2 World erstmals in dieser K.o-Phase nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugen konnten. Es scheint, als ob Alba in den Play-offs endlich angekommen ist. »Wir waren vom ersten Spiel an in dieser Serie drin«, widerspricht Baldi, erkannte aber auch an: In der dritten Partie habe man neben Kampf und Intensität auch ein bisschen Spielfluss gefunden.

Im heutigen vierten Duell kann Albas Trainer Luka Pavicevic personell aus dem Vollen schöpfen, auch wenn nicht alle seine Profis im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Immanuel McElroy, der beste Defensivspieler dieser Bundesligasaison, quält sich weiter mit einem kleinen Muskelfaserriss in der Bauchmuskulatur, den er sich zum Play-off-Auftakt zugezogen hatte. »Er ist ein harter Hund, er wird uns helfen«, ist Baldi zuversichtlich. dpa

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