Lothar Bisky beendet Herausgeberschaft

  • Von Olaf Koppe, Geschäftsführer
  • Lesedauer: 2 Min.

Professor Lothar Bisky legt zu Anfang Dezember die Herausgeberschaft des ND nieder, die er seit gut zweieinhalb Jahren innehatte. Von dieser Absicht informierte er Geschäftsführung und Chefredaktion bereits im Frühsommer dieses Jahres; vereinbart wurde, diesen Schritt gegen Jahresende zu vollziehen.

Biskys Bitte, ihn von dieser Herausgeberschaft zu entbinden, erfolgte im Zusammenhang mit seiner Wahl in das Europäische Parlament, die ihm nun – neben seiner Funktion als Vorsitzender der Europäischen Linken – auch den Vorsitz der Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne im EP bescherte. Auf diese neuen Aufgaben will er sich mit aller dafür erforderlichen Zeit konzentrieren. In einem Brief an die Geschäftsführung bat Lothar Bisky um Verständnis und schrieb: »Es war für mich eine Ehre, Herausgeber der Sozialistischen Tageszeitung zu sein. Als Autor bleibe ich Euch erhalten und werde weiterhin die Werbetrommel für das ND rühren.«

Geschäftsführung und Chefredaktion sagen: Wir bedauern das, verstehen es aber und danken Dir, lieber Lothar, für alle Beratung in den zurückliegenden Jahren. Und natürlich: Wir freuen uns, dass Du dem ND – wenn auch nicht mehr in bisheriger Eigenschaft – ein engagierter und kritischer Wegbegleiter bleiben wirst.

Lothar Bisky war Anfang April 2007 von uns gebeten worden, für das ND als persönlicher Herausgeber tätig zu sein. Damit wurde keine generell neue Funktion in unserer Unternehmensstruktur geschaffen, unser Wunsch galt seiner Person als profilierter Medienwissenschaftler, mit dem wir jederzeit das Gespräch über grundlegende Fragen der journalistischen und verlegerischen Entwicklung unserer Zeitung suchen konnten. Zugleich wollten wir damit unsere Anerkennung für seine lange Verbundenheit mit dem ND ausdrücken – gerade auch in den schwierigsten Zeiten Anfang der 90er Jahre, in denen die Zeitung gegen die Treuhand um ihr Überleben kämpfte.

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