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Trübe Wasser

  • Olaf Standke
  • Lesedauer: 1 Min.

Geradezu »brüderlich« seien die Beziehungen zwischen CIA und Blackwater mit der Zeit geworden, weiß ein Geheimdienstler. Kein Wunder, war das private Sicherheitsunternehmen in der Bush-Ära doch als Art Filiale direkt an geheimen Operationen in Irak und Afghanistan beteiligt und kassierte über eine Milliarde Dollar Steuergelder. Dabei wurden auch Aufständische getötet, wie die »New York Times« jetzt enthüllte. Bereits Mitte des Jahres hatte es Berichte gegeben, wonach Blackwater in ein Programm zum Aufspüren und Töten von Al-Qaida-Mitgliedern involviert gewesen sein soll. Da saßen Mitarbeiter nach der Ermordung unschuldiger Zivilisten in Bagdad schon auf der Anklagebank und die Söldnerfirma hatte den Namen in Xe Services geändert. Inzwischen weiß man, dass sie auch in Pakistan aktiv ist, als »Total Intelligence Solution«. Dieser Ableger soll nach wie vor Drohnenangriffe und Kommandooperationen gegen mutmaßliche Taliban und Terroristen planen, für die CIA und das Joint Special Operations Command, Kopf der geheimen Spezialkräfte des US-Militärs. Eigentlich wollte die Obama-Regierung die Zusammenarbeit mit den Söldnern kappen. So weiß man nicht, was schlimmer ist: ein weiterer Wortbruch oder dass die neue Administration von CIA und Pentagon an der Nase herumgeführt wird.

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