Ausbeutung: Lidl unter Beschuss
Hamburg (AFP/ND). Verbraucherschützer und Menschenrechtler gehen wegen angeblich irreführender Werbung gerichtlich gegen den Discounter Lidl vor. Das Unternehmen löse Versprechen über faire Arbeitsbedingungen bei seinen Bekleidungslieferanten in Bangladesch nicht ein, erklärte die Verbraucherzentrale Hamburg am Donnerstag. Gemeinsam mit der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) habe sie daher Klage eingereicht. »Lidl täuscht die Verbraucher«, so der Geschäftsführer der Hamburger Verbraucherzentrale, Günter Hörmann.
Demnach lässt sich Lidl trotz gegenteiliger Aussagen in Werbeanzeigen von Betrieben beliefern, die Arbeiter ausbeuten. Nach einer von ECCHR und CCC in Auftrag gegebenen Untersuchung in Bangladesch berichten Näherinnen in vier für Lidl tätigen Textilfabriken über »unmenschlichen Arbeitsbedingungen«.
Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn.
Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär.
Dank Ihrer Unterstützung können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen sichtbar machen, die sonst untergehen
→ Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden
→ Desinformation Fakten entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und vertiefen
Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.