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Moskau: Die Täter sind gescheitert

Russland betont weitere Kooperation gegen Terror

Berlin (Agenturen/ND). Russland hat am 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA seine Bereitschaft zum internationalen Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. Die Welt sei Zeuge einer zunehmenden Radikalisierung in vielen Regionen, teilte das Außenministerium in Moskau am Sonntag mit. »Da muss es das Ziel sein, künftig mit mehr Prävention dem entgegenzuwirken.« Die Attentäter von New York hätten vor allem Angst säen wollen, hieß es. »Sie waren grausam, aber ihr Plan ging letzten Endes nicht auf.« Unter dem Eindruck der Anschläge sei die internationale Gemeinschaft im Anti-Terror-Kampf zusammengerückt.

Auch die pakistanische Regierung bekräftigte ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus. Als Land, dass selbst massiv von Terrorismus betroffen sei, werde sich Pakistan für eine weitere Stärkung der internationalen Zusammenarbeit einsetzen, um den Terrorismus eliminieren zu können, hieß es in einer am Sonntag in Islamabad verbreiteten Erklärung des Außenministeriums.

Bei einer Gedenkfeier in Kabul verteidigte der US-Botschafter in Afghanistan den internationalen Militäreinsatz am Hindukusch. Auch in den USA würden die Stimmen lauter, die fragten, warum das Militär noch immer in Afghanistan im Einsatz sei, sagte Botschafter Ryan Crocker am Sonntag. »Der Grund dafür ist einfach, Al Qaida ist nicht mehr in Afghanistan aktiv, und dass ist so, weil wir hier sind.« Das Land dürfe nie wieder Ausgangspunkt für Terroranschläge wie vor zehn Jahren werden, sagte Crocker weiter.

Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss einer Messe im italienischen Ancona für die Opfer der Terroranschläge des 11. September 2001 und die Angehörigen gebetet. Zugleich appellierte er am Sonntag, »Gewalt als Lösung von Problemen abzulehnen«. Vor etwa 100 000 Gläubigen auf dem Werftgelände der Adria-Stadt forderte das Oberhaupt der Katholiken dazu auf, »der Versuchung des Hasses zu widerstehen und sich in der Gesellschaft an die Grundsätze der Solidarität, der Gerechtigkeit und des Friedens zu halten«.

In einem Rückblick auf die Anschläge hatte Benedikt jegliche Rechtfertigung von Terror verworfen. Zur Tragik dieser Terrorakte in den USA gehöre es, »dass die Attentäter vorgaben, im Namen Gottes zu handeln«, schrieb er in einem Brief an den Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan. »Jedes Menschenleben ist wertvoll in den Augen Gottes«.

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