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Klassische 60-Watt-Glühlampe nun passé

Sparsame Lichtquellen mit Stärken und Schwächen

u Nach den 100-Watt- und den 75-Watt-Glühlampen verschwinden ab September auch die klassischen 60-Watt-Birnen aus den Läden (siehe auch ND-Ratgeber vom 7. September 2011, Seite 8). Das soll Umwelt und Klima schützen, denn die neuen modernen Lampen verbrauchen deutlich weniger Energie. Weil die sich aber nicht nur beim Verbrauch, sondern auch bei Lichtfarbe, Farbtreue und der Schnelligkeit, mit der sie die volle Helligkeit erreichen, stark unterscheiden, ist die Wahl schwieriger geworden.

Welche Glühbirnen gibt es nicht mehr zu kaufen?
Seit September 2009 müssen herkömmliche Glühlampen nach und nach aus den Ladenregalen verschwinden. Solche mit 100- Watt- und 75-Watt-Leistung dürfen schon jetzt nicht mehr nachgeliefert werden. Ab 1. September folgen die 60-Watt-Birnen. 2012 trifft es die 25-Watt- und 40-Watt-Modelle. Händler dürfen Restbestände der Glühbirnen aber noch verkaufen.

Welche Alternativen gibt es?
Am weitesten verbreitet sind die sogenannten Energiesparlampen oder Kompakt-Leuchtstofflampen mit leuchtenden Röhren. Sie verbrauchen bei gleicher Lichtleistung mindestens 75 Prozent weniger Strom als eine Standardglühlampe. Daneben gibt es Halogenlampen und Leuchtdioden (LED). Herkömmliche Glühlampen nutzen nur fünf Prozent des verbrauchten Stroms für Lichterzeugung, der Rest verpufft als Wärme. Auch bei Halogenlampen geht mehr als 90 Prozent der Energie als Wärme verloren. Dagegen wandeln Energiesparlampen und Leuchtdioden rund 25 Prozent des Stroms in Licht um.

Wie teuer sind energiesparende Lampen?
Alle drei Varianten energiesparender Lampen sind teurer als die Glühbirne. Doch der Kauf von Sparlampen lohnt sich nicht nur wegen sinkender Energiekosten, sondern auch, weil sie deutlich länger halten. Es gibt aber große Preisunterschiede. Eine Lampe für 40 Euro etwa lohnt sich nur dort, wo sie häufig und lange eingeschaltet ist und so die Stromkosten deutlich senkt.

Machen Sparlampen das gleiche Licht wie Glühbirnen?
Das Licht von Halogenlampen kommt dem der Glühbirne besonders nah. Bei den Energiesparlampen empfiehlt es sich, auf Lichtfarbe und Farbwiedergabe zu achten. Die Helligkeit wird in Lumen (lm) gemessen. Je höher der angegebene Lumenwert, desto heller das Licht. Bei der in Kelvin (K) gemessenen Lichtfarbe gilt: Je niedriger der Wert, desto wärmer die Lichtfarbe. 2700 Kelvin entsprechen der Lichtfarbe »warmweiß«, die sich ebenso wie »extra-warmweiß« für Wohn- und Schlafräume eignet. In Büro oder Küche werden »tageslichtweiß« oder »neutralweiß« empfohlen. Die Energiesparlampen sind im Gegensatz zu LED- und Halogenlampen meist nicht dimmbar. Viele brauchen lange, um ihre maximale Helligkeit zu erreichen, manche sogar über zwei Minuten.

Welche Gefahr sehen Kritiker bei Energiesparlampen?
Viele Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Zunehmend wird das giftige Schwermetall aber durch Amalgam ersetzt. Fürs Kinderzimmer gibt es Energiesparlampen mit Silikonmantel. Kaputte Lampen mit Quecksilber sollten in eine geschlossene Plastiktüte entsorgt, das betroffene Zimmer gelüftet werden.

Wie werden Energiesparlampen entsorgt?
Halogenglühlampen und Leuchtdioden können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Energiesparlampen mit Quecksilber gehören auf den Sondermüll. Informationen dazu im Internet www.lichtzeichen.de.

AFP/ND

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