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Forsa-Chef: Piraten »auch nicht klüger«

Laut Umfrage Chance auf Einzug in den Bundestag »extrem gering«

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin (nd). Die Piraten bleiben auch nach ihrem Strategietreffen in Leipzig im Umfragekeller. Im Wahltrend von Forsa und dem Magazin »Stern« kommt die Partei zum zweiten mal in Folge nur auf drei Prozent. Die Aussichten, in den nächsten Bundestag einzuziehen, seien »extrem gering«, sagte der Demoskop Manfred Güllner.

Die Piraten hätten nicht ihre Chance »genutzt, sich im Parteienspektrum festzusetzen«: Statt eine wirkliche Alternative zu den Etablierten zu bieten, hätten die Wähler schnell gemerkt, dass die Piraten »auch nicht klüger sind und kaum attraktives Personal haben«. Als Folge prognostizierte Güllner, dass ein Großteil der früheren Piratenwähler im Herbst gar nicht an die Urne geht, andere würden sich wieder den großen Parteien und den Grünen zuwenden.

Die Piraten hatten am Wochenende in Leipzig über ihre Strategie diskutiert. Der Parteivorsitzende Bernd Schlömer hatte nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Niedersachsen einen deutlichen Kurswechsel gefordert. Die Piraten müssten »Köpfe zeigen«, hatte Schlömer erklärt. »Die Menschen wissen einfach nicht, wofür die Piratenpartei steht. Und sie verbinden mit der Piratenpartei auch keine Menschen.« Spätestens im April will Schlömer ein Spitzenteam für die Bundestagswahl präsentieren.

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