Asyl: Untersuchung nach Suizid gefordert

  • Lesedauer: 1 Min.

Eisenhüttenstadt (epd/nd). Nach dem Suizid eines 20-jährigen Asylsuchenden aus Tschad im Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt fordern Flüchtlingsinitiativen eine unabhängige Untersuchung des Falles. »Es gibt hier mehr Fragen als Antworten«, sagte Dorothea Lindenberg vom Flüchtlingsrat Brandenburg gestern dem epd. Vermutlich aus Angst vor einer Abschiebung hatte sich der Mann am Dienstag in der Asyleinrichtung erhängt. Mitarbeiter einer diakonischen Beratungsstelle und Freunde von Juma A. hätten von großen psychischen Problemen berichtet, die er hatte, sagte Lindenberg. »Das wirft natürlich die Frage auf, warum das weder dem Betreuungspersonal noch dem Medizinischen Fachdienst in der Asyleinrichtung aufgefallen ist und warum nicht eine entsprechende psychologische Versorgung eingeleitet wurde«, sagte Lindenberg.

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal