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Putin lobt syrische Führung
Russlands Präsident: Sehr aktive Mitarbeit an C-Waffen-Vernichtung
Moskau (Agenturen/nd). Damaskus arbeite »sehr aktiv« mit, verhalte sich »transparent« und helfe den internationalen Behörden, sagte Putin am Rande des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums APEC in Indonesien, wie russische Agenturen am Dienstag berichteten. Er hoffe, dass die Arbeit »im gleichen Tempo, im gleichen Geist« fortgesetzt werde.
Der UNO-Sicherheitsrat hatte Ende September eine Resolution verabschiedet, wonach das syrische Chemiewaffenarsenal bis Mitte 2014 vernichtet werden soll. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte am Montag in einem Bericht an den Sicherheitsrat, er halte für dieses Ziel den Einsatz von rund 100 Waffeninspekteuren in Syrien für notwendig. Eine gemeinsame Mission der UNO und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen werde bis zu ein Jahr Zeit für den Auftrag benötigen. Derzeit sind rund 20 internationale Experten in Syrien.
Putin erklärte, er habe während des Gipfels in Indonesien mit US-Außenminister John Kerry über das Abrüstungsprojekt gesprochen. Der Umgang mit Syrien sei dabei wenig strittig gewesen: »Unsere Meinungsverschiedenheiten über Syrien waren vor allem technischer Natur«, sagte Putin. Im Großen und Ganzen verfolgten Moskau und Washington die selben Ziele, nämlich »eine Stabilisierung der Lage, das Erreichen von Demokratie und das Schaffen friedlicher Lebensbedingungen für Zivilisten«.
Der russische Präsident schlug zudem vor, Indonesien und andere muslimisch geprägte Länder zu der geplanten Syrien-Friedenskonferenz in Genf einzuladen. Die Teilnahme »großer muslimischer Staaten wie Indonesien« sei »ganz natürlich«, befand Putin. Der Teilnehmerkreis müsse erweitert werden. »Das wäre selbstverständlich«, sagte Putin am Dienstag der Agentur Interfax zufolge am Rande des APEC-Gipfels auf der indonesischen Insel Bali.
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