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  • Politik
  • NATO zu Moskauer Raketenplan

Eiertanz

  • Olaf Standke
  • Lesedauer: 1 Min.

Der zu erwartende Eiertanz hat begonnen. Gestern fand NATO-Generalsekretär Robertson den russischen Vorschlag für eine gemeinsame europäische Raketenabwehr noch interessant, heute ist er schon viel zu grob und morgen? In Washington zeigte man sich von Anfang an skeptisch. Schließlich habe das Projekt eine große Schwäche: Die Vereinigten Staaten würden durch diesen Schild nicht geschützt. Dass die Idee bei NATO-Partnern Interesse findet - gut möglich. In Europa haben sich einige Regierungen gegen ein nationales US-Raketenabwehrsystem ausgesprochen. Dass es aber eine Variante ohne den Allianz-Dominator geben könnte - nicht vorstellbar. Wenn man sich in Brüssel gegenüber dem Plan trotzdem erst einmal aufgeschlossen zeigt (»Die NATO ist ein gutes Forum für dieses Thema«), dann vor allem auch, um die wieder verbesserten Beziehungen zu Russland nicht gleich erneut zu belasten. Gerade ging an der Moskwa die mehrmals verschobene Eröffnung eines NATO-Informationsbüros über die Bühne. Und im Schatten von NMD steht das Ver hältnis ohnehin vor der nächsten schweren Belastungsprobe: Der Nordatlantik Pakt bereitet die neue Runde der Oster Weiterung vor. Die baltischen Staaten scharren schon in den Startlöchern. NA- TO-Truppen also endgültig vor Moskaus Haustür - da kann nur ein ganz großer Schutzschild helfen.

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