Wort frei!

Buchstäblich spannend

Die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit auf den Straßen besitzt in Deutschland hohe Bedeutung. Ein Spiel, bei dem Buchstaben eine gefährliche Fahrbahn ohne Zebrastreifen oder Ampel überqueren, hätte deshalb hierzulande schwerlich seine Erstzulassung erhalten; es muss folglich aus dem Land der grenzenlosen Freiheit stammen. Und so ist es.

Die Straße ist in »Word on the Street« die Wertungstabelle. Sie liegt zwischen den Spielerteams und ist als vierspurige Autobahn mit zentralem Grünstreifen gestaltet. Für 17 Konsonanten von B bis Z gibt es je einen Wertungsstein. In der Mitte startend, schiebt er sich bei jedem Vorkommen im Lösungswort um ein Feld in Teamrichtung. Alle Steine, die über den Spielfeldrand hinausziehen, sind gewonnen. Der Besitz von acht Konsonanten ist das Ziel.

Eine Aufgabenkarte bestimmt, welches Wort gebildet werden soll, beispielsweise »etwas in einem Münzautomaten« oder »ein Schulfach«. Schlauerweise ruft man nun nicht spontan »Eis« oder »Bio«, sondern überlegt vorher und kommt dann vielleicht auf Wörter mit wesentlich mehr Konsonanten, also »Schokoladenriegel« oder »Hauswirtschaftskunde«.

30 Sekunden hat das Team Zeit, um ein möglichst langes Wort zu ersinnen und die Buchstaben entsprechend zu verschieben. Je mehr Steine bereits aus dem Spiel sind, desto schwieriger wird die Aufgabe. Manchmal steht die komplette Mannschaft auf dem Schlauch, und das sind die besten Momente des lustigen und turbulenten, wenn auch nicht allzu originellen Wortratespiels.

»Word on the Street« von Jack Degnan, Amigo, für zwei bis zehn Spieler ab 12 Jahre, ca. 25 Euro.

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