Rotes Telefon zwischen NATO und russischem Militär
Bericht: Direkter Draht soll jederzeit offen sein / Verbindung geht auf Initiative von Steinmeier zurück
Berlin. Die NATO verfügt erstmals seit Ende des Kalten Krieges wieder über einen direkten Draht zum russischen Militär. »Sowohl der Oberbefehlshaber für Europa als auch der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses haben die Erlaubnis, sich mit ihren russischen Kollegen in Verbindung zu setzen«, bestätigte die Allianz der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Die Kommunikationskanäle seien jederzeit offen und würden regelmäßig getestet.
Wann das System aktiviert wurde, ließ die NATO zunächst offen. Wie die Zeitung unter Berufung auf eine »nationale Delegation« berichtete, wurden der russischen Seite in der vergangenen Woche Kontakt-Nummern übermittelt. Der Vorgang wurde demnach als »geheim« eingestuft. Er geht zurück auf eine Initiative von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Dieser hatte aufgrund der Spannungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise im Dezember angeregt, wieder eine regelmäßige Verbindung für Krisenfälle einzurichten.
Die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten hatten nach der Kuba-Krise von 1962 eine ständige Fernschreiberverbindung - das sogenannte Rote Telefon - zwischen ihren Militärs eingerichtet. AFP/nd
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