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US-Angebot an Jemen

Flüchtlinge sollen Hilfe erhalten

Washington. Die USA haben humanitäre Hilfe in Höhe von 68 Millionen Dollar für die Betroffenen der Bombardements in Jemen versprochen. Das Geld solle den rund 16 Millionen hilfsbedürftigen Menschen zukommen, darunter 300 000 Binnenflüchtlinge, teilte das Außenministerium in Washington am Mittwoch mit. Es soll unter anderem für Wasser, Lebensmittel, Unterkünfte und medizinische Versorgung genutzt werden.

Die USA unterstützen das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis, das in dem Nachbarland seit Ende März Stellungen und Waffenlager schiitischer Huthi-Rebellen, aber auch Zivilisten bombardiert. Mit der Begründung iranische Waffenlieferungen an Huthis verhindern zu wollen, blockiert US-Militär mit seiner Flotte die jemenitische Küste. Zugleich erklärt die US-Regierung, sie hoffe auf ein baldiges Ende der saudischen Luftangriffe, die von ihr logistisch unterstützt werden. Bei den Angriffen wurden nach UN-Angaben bisher 646 Zivilisten getötet und 1364 weitere verletzt.

Bei saudischen »Vergeltungsangriffen« auf das Kernland der Rebellen in Nordjemen sind nach örtlichen Angaben mindestens 34 Zivilisten getötet worden. 27 Opfer der Luftangriffe in der Provinzhauptstadt Saada würden der selben Familie angehören, berichteten Augenzeugen am Mittwoch. Die Huthis hatten am Vortag Granaten auf die saudische Stadt Nadschran abgefeuert. Dabei habe es vier Toten gegeben. dpa/nd

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