DIW schlägt Modell für Familienarbeitszeit vor

Berlin. Wirtschaftsforscher haben ein neues Modell für die von der SPD angepeilte Familienarbeitszeit zur gleichmäßigen Aufteilung von Beruf und Familie zwischen Müttern und Vätern vorgeschlagen. Es sieht vor, dass beide Elternteile zwischen 28 und 32 Stunden pro Woche arbeiten und dafür Lohnersatzleistungen bekommen, wie die Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin mitteilten. Heute arbeiten laut DIW in nur 10 000 Paarhaushalten beide Elternteile 28 bis 32 Stunden. Die Förderung der Familienarbeitszeit könnte den Forschern zufolge als teilweiser Ausgleich des im Vergleich zur Vollzeit verminderten Lohns gestaltet sein. Unbürokratischer wäre aber ein Pauschalbetrag von etwa 250 Euro pro Elternteil und Monat, so das Institut. Die Forscher gehen davon aus, dass sich durch so eine Reform die Zahl der Paarhaushalte, bei denen beide um die 30 Stunden arbeiten, auf rund 30 000 verdreifachen würde. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung