Frank Castorf zum Abschied

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Der Abschied von Frank Castorf als Intendant der Volksbühne rückt näher. Es ist ein Abschied in Etappen, den die Volksbühne gebührend zelebriert - etwa mit einer siebenstündigen Aufführung des »Faust«, der letzten Regiearbeit Castorfs, bevor im Herbst Chris Dercon das Zepter im Haus am Rosa-Luxemburg-Platz übernimmt.

Ein weiterer Abschiedshöhepunkt steht an diesem Freitag an. Just Loomis, Fotograf aus Los Angeles, belichtet Frank Castorfs Regiearbeiten, so »Der Spieler«, »Baumeister Solness«, »Die Brüder Karamasow«, »Judith« und eben den »Faust«. Fünf große Inszenierungen, die in dieser Spielzeit noch im Repertoire der Volksbühne sind. Die Aufnahmen bilden den Realismus der Straße ab, der Bestandteil dieses Theaters ist. Den Goldenen Schnitt einer Castorf-Inszenierung, den Heiner Müller an der Volksbühne bemerkt hat, reflektieren Loomis’ Bilder brachial wie Splitter eines zerschlagenen Spiegels. Castorfs Inszenierungen (im Bild: »Kabale der Scheinheiligen. Das Leben des Herrn Molière«) sind eine Mischung aus Rausch und Kontrolle - und so lautet deshalb auch der Titel der Ausstellung, die in der Kassenhalle des Theaters zu sehen ist. nd Foto: Just Loomis

Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte

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