Keine Bemühungen für Sinti und Roma
Bundesregierung will Integration nicht gesondert fördern
Köln. Die Bundesregierung sieht nach eigenen Angaben keine Notwendigkeit für gesonderte Bemühungen um die Integration von Sinti und Roma. Grundsätzlich stünden den Angehörigen dieser Minderheit in Deutschland alle bestehenden Angebote offen, heißt es laut einem Bericht des »Kölner Stadt-Anzeigers« in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Bundestag.
Der Grüne Volker Beck warf der Regierung vor, das Thema Antiziganismus stiefmütterlich zu behandeln. Sie leugne soziale Probleme und institutionelle Diskriminierung zuungunsten »der Schwächsten, nämlich der neu zugewanderten Roma«, die wegen »massiver Diskriminierung und Verfolgung fliehen mussten«, so Beck. Auch Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung für die Belange von Sinti und Roma, bezeichnete das Thema Integration der neu zugewanderten Roma als »brennend«. Ausgrenzung und Diskriminierung seien für Sinti und Roma Realität. epd/nd
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