Erinnerung an Befreiung der Konzentrationslager
Oranienburg. Mit Gedenkfeiern ist am Sonntag in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück an die Befreiung der NS-Konzentrationslager durch die Rote Armee vor 73 Jahren erinnert worden. Auf der zentralen Gedenkfeier in Oranienburg (Oberhavel) sprachen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) zu den Teilnehmern. Erwartet wurde auch der Überlebende Leon Schwarzbaum. Der 96-Jährige hat die Lager in Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen überlebt. Im April 1945 war er auf einem Todesmarsch kurz vor Schwerin von US-amerikanischen Truppen befreit worden. In Ravensbrück wurde am Vormittag die Überlebende Stella Nikiforova begrüßt, die dort als Kind inhaftiert war. Für die Landesregierung nahmen Sozialministerin Diana Golze (LINKE) und Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil (parteilos) an einer Gedenkveranstaltung teil. Ravensbrück war von 1939 bis 1945 zentrales Frauen-Konzentrationslager des NS-Regimes. Über 120 000 Frauen und Kinder aus rund 40 Ländern, 1200 weibliche Jugendliche und 20 000 Männer hielt man dort gefangen, Zehntausende kamen um. Schon am Freitag war im Belower Wald der Todesmärsche des KZ Sachsenhausen im Führjahr 1945 und am Samstag der Opfer des KZ-Außenlagers Schlieben-Berga (Elbe-Elster) gedacht worden. dpa/nd
Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen aufgreifen
→ marginalisierten Stimmen Raum geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten voranbringen
Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.