Österreichs Vizekanzler Strache stellt EU-Freizügigkeit infrage

Wien. Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache plädiert für eine Reform der derzeitigen Regel, nach der EU-Bürger in jedem Mitgliedsland ihrer Wahl wohnen und arbeiten dürfen. Die Personenfreizügigkeit habe auch negative Folgen und führe zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt zu einem Verdrängungsprozess, sagte der Vorsitzende der mitregierenden Freiheitlichen Partei Österreichs am Dienstagabend bei einer Gesprächsrunde in Wien. So gebe es Menschen, »die gut qualifiziert sind und zu viel verdienen, in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, weil sie von günstigeren Arbeitskräften ersetzt werden«.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), nannte die Forderung Straches in der Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Donnerstag eine «Mischung aus Phantasielosigkeit und Stimmungsmache». dpa/nd

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