Stiftungsdirektor warnt vor Antisemitismus

  • Lesedauer: 1 Min.

Oranienburg. Der neue Stiftungsdirektor der Brandenburgischen Gedenkstätten, Axel Drecoll, beklagt wachsenden Antisemitismus und Ausgrenzungsmechanismen in der politischen Diskussion. Zwar seien rechtsextreme Äußerungen von Besuchern in der Gedenkstätte Sachsenhausen sehr selten, sagte Drecoll im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. »Wir beobachten aber mit großer Sorge, dass geschichtsrevisionistische Provokationen und Tabubrüche systematisch betrieben werden, nicht zuletzt von der AfD.« In den Gedenkstätten als Orte des historischen Lernens müssten Fragen auch kontrovers diskutiert werden, betonte der 43-Jährige. »An einem herausgehobenen Ort nicht nur der NS-Vergangenheit, sondern auch einem Ort des massenhaften Sterbens und Leidens, sind für uns allerdings revisionistische oder gar rechtsradikale Diskurse überhaupt nicht tolerabel.« dpa/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -