Afghanische Hilfskräfte beklagen Wortbruch

Kabul. Vor dem Bundeswehrfeldlager in Masar-i-Scharif in Nordafghanistan demonstrieren seit Wochen rund 120 einheimische Ex-Angestellte der Truppe für ihre Ausreise nach Deutschland. Vertreter des Camps Marmal hätten ihr Versprechen gebrochen, sie nach Deutschland in Sicherheit zu bringen, beklagte ihr Anführer Dschawed Sultani am Samstag. Die Demonstranten sind wegen ihrer Arbeit für die Deutschen nach eigener Aussage in Lebensgefahr, da sie durch Talibankämpfer bedroht werden. Unter den Demonstranten sind Sicherheitsleute, Übersetzer und Arbeiter, die nach eigenen Angaben zwischen fünf und zehn Jahren für die Bundeswehr tätig waren. Vertreter des Camps hätten ihnen gegenüber behauptet, die Bedrohungen gegen sie seien nicht echt. dpa/nd

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