Neue Baumhäuser im Hambacher Forst
Zehntausende feiern Rodungsstopp und fordern den Kohleausstieg
Kerpen. Viele Tausend Braunkohle-Gegner haben am Samstag den Rodungsstopp für den Hambacher Forst gefeiert und gleichzeitig für den Kohleausstieg demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 50 000 Teilnehmern, die Polizei von 25 000 bis 30 000. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt. RWE wollte dort in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte des verbliebenen Waldes roden, um Braunkohle abzubauen. Das darf nun erst einmal nicht geschehen.
Klimaaktivisten begannen am Sonntag mit dem Bau neuer Baumhäuser im Hambacher Forst. Gut 100 Braunkohle-Gegner waren einem Aufruf von »Ende Gelände« gefolgt und übernachteten in Zelten im Wald. Am Sonntag waren sie mit Bauen und Sägen beschäftigt. Auf einem Transparent stand:» Climate Justice Now! Hambibleibt«. Bis zum Dienstag hatte die Polizei mit Millionenaufwand 86 Baumhäuser abgerissen. dpa/nd
Seiten 4 und 5
Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Dank der Unterstützung unserer Community können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben
→ Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden
→ Desinformation mit Fakten begegnen
→ linke Perspektiven stärken und vertiefen
Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.