Lula erneut wegen Korruption verurteilt

Fast 13 weitere Jahre Haft für Brasiliens Ex-Präsidenten / Politiker beteuert seine Unschuld

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Curitiba. Wegen Korruption ist der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio »Lula« da Silva erneut zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Richterin Gabriela Hardt sprach den ehemaligen Präsidenten am Mittwoch der Bestechlichkeit und Geldwäsche schuldig und verurteilte ihn zu zwölf Jahren und elf Monaten Haft. Lula kann gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegen.

Lula soll von Bauunternehmen die Renovierung eines Anwesens in der Stadt Atibaia im Bundesstaat São Paulo angenommen und den Firmen im Gegenzug Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verschafft haben. Wegen eines ähnlichen Falls verbüßt Lula bereits eine zwölfjährige Haftstrafe.

Der 73-Jährige beteuert seine Unschuld und spricht von einem »Komplott« rechter Kreise, das seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im vergangenen Oktober verhindern sollte. Aus der Wahl ging der faschistische Politiker Jair Bolsonaro als Sieger hervor, der seit Anfang des Jahres an der Spitze des größten lateinamerikanischen Landes lenkt. Bolsonaros Minister für Justiz und öffentliche Sicherheit ist Sérgio Moro, der Lula 2017 als Richter verurteilte. Agenturen/nd

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