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Im Zeitalter der Digitalisierung

Simon Poelchau über die Gründung einer Google-Gewerkschaft

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Wenn von der Internetökonomie die Rede ist, dann geht es nicht nur um die Marktmacht der Onlinegiganten oder die Goldgräberstimmung in der Start-up-Szene. Es geht vor allem auch um eine Riesenbranche, in der die Gewerkschaften bisher kaum Fuß fassen konnten. Insofern hat die Gründung einer Gewerkschaft beim Google-Mutterkonzern Alphabet, dem Herzen der Onlineökonomie, bis nach Deutschland Ausstrahlungskraft.

Zwar bestreikt Verdi schon seit Jahren die Amazon-Logistikzentren, auch waren die Organisierung der Fahrradkuriere der großen Essenslieferplattformen und zuletzt die Gründung eines Betriebsrats bei der Internetbank N26 Lichtblicke. Doch so richtig schaffen es die Gewerkschaften auch hierzulande bisher nicht, das digitale Proletariat zu organisieren. Das mag vielleicht daran liegen, dass so mancher alter Gewerkschafter nicht dieselbe Sprache wie diese hippe, multinationale Arbeiterschaft spricht. Es mag auch daran liegen, dass sich bei dieser Kernbelegschaft der Digitalökonomie der neoliberale Geist des Einzelkämpfertums verfestigt hat.

Doch muss das nicht so bleiben, wie Google zeigt. Vor allem aber ist der Arbeitskampf mit der Gründung der Google-Gewerkschaft ein Stück weit im 21. Jahrhundert angekommen.

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