Anschubfinanzierung hat gefruchtet

Frieden ist in der DR Kongo der Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung

  • Katja Neuendorf, SODI
  • Lesedauer: 2 Min.
Verteilung von landwirtschaftlichen Utensilien in Süd-Kivu
Verteilung von landwirtschaftlichen Utensilien in Süd-Kivu

Weihnachten gilt als Zeit der Ruhe, des guten Essens und auch des Friedens. SODIs lokale Partnerorganisation UGEAFI engagiert sich für ein friedliches Zusammenleben und sichere Ernährung in der konfliktreichen Region Süd-Kivu im Osten der DR Kongo, um auch dort Familien ein friedliches Miteinander und eine auskömmliche Zukunft zu ermöglichen.

Bis 2024 sollen für 11 000 Personen und ihre Familien mindestens zwei abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten am Tag gesichert werden. Einen Anfang machten die Verteilung von Saatgut und die gerechte Verpachtung von Ackerflächen im Jahr 2021. Die Ernten fielen so gut aus, dass sich die Familien durch den Verkauf von Überschüssen Nahrungsmittel und Öl, aber auch Medizin, Kleidung und Haushaltswaren leisten konnten und so einen besseren Lebensstandard erreicht haben. »Bei diesen positiven Tendenzen sollten alle Familien die anfallende Pacht ihrer Felder im nächsten Jahr allein zahlen können. Unsere Anschubfinanzierung hat gefruchtet«, sagt Naum Butoto, Direktor von UGEAFI. Für die neue Anbausaison ab Februar wird gerade die nächste Runde der Verteilung von Saatgut an weitere 500 Personen begonnen. Zudem werden weitere Pachtverträge zwischen lokaler Bevölkerung und zugezogenen Familien vermittelt.

Eine Grundlage für den Frieden ist ein gefüllter Magen. Dann folgt der Dialog, um Konflikten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen entgegenzuwirken. Schon 59 kleinbäuerliche Selbstorganisationen (AVECs) und neun Friedenskomitees engagieren sich für den Frieden und die Verbesserung des Zusammenhalts. »75 weitere AVECs wollen wir bis zum Ende des Projekts bei ihrer Gründung unterstützen, um wertvolles Wissen über nachhaltige Anbaumethoden in der Region zu verankern. Aber auch, um unsere Gemeinsamkeiten zu betonen und uns gegenseitig anzunähern«, sagt Butoto.

Genau wie die Friedenskomitees wollen die AVECs in ihren Gemeinden durch gemeinsame Veranstaltungen auch 2022 Geflüchtete und Einheimische verschiedener Ethnien zusammenbringen. »Die Friedenskomitees werden eigenständig interethnische Veranstaltung organisieren und in ihren Gemeinden Konflikte aufdecken, die es zu lösen gilt«, sagt Butoto. Wir danken allen Unterstützer*innen der nd-Soliaktion für ihre Spenden. Gemeinsam tragen wir zum Frieden in der Region Süd-Kivu bei.

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