Am Tunnelende ist wieder Licht

Endlich sind Reisen wieder möglich - das Leserreisen-Telefon glüht

  • Von HEIDI DIEHL
  • Lesedauer: 5 Min.

HEIDI DIEHL

Monatelang hat nd-Leserreisen-Chef Frank Diekert alles Mögliche gemacht, nur keine Buchungen entgegengenommen. »Das war total frustrierend«, sagt er. Doch nun ist das Licht am Ende des Tunnels wieder gut sichtbar. Seit einigen Tagen glüht sein Telefon, und er entschuldigt sich schon mal vorab, wenn es etwas länger dauert, ehe die Leitung frei ist. »Jeden Tag rufen mehr an, um sich nach einer Reise zu erkundigen oder gezielt zu buchen. Die Arbeit macht wieder Spaß«, freut er sich.

Drei Beileger mit Reiseangeboten von verschiedenen Veranstaltern lagen im Mai und Juni der Zeitung bei, die ganz offensichtlich aufmerksam gelesen wurden. »Das war so etwas wie eine Initialzündung nach den guten Nachrichten, dass die strickten Reisebeschränkungen endlich gelockert werden«, sagt Frank Diekert. »Besonders stark nachgefragt sind derzeit Reisen zum Bodensee, auf die Azoren, nach Nord- und Ostfriesland oder in die Schweiz. Ein Paar will sich nun endlich einen Lebenstraum erfüllen und hat für den Spätherbst bereits eine zweimonatige Antarktis-Kreuzfahrt gebucht.«

So weit weg muss es für die meisten erst mal nicht gehen, viele tasten sich langsam an die neue Reisefreiheit heran und beginnen mit Tagesfahrten in die nähere Umgebung. Auch Kurzreisen stehen hoch im Kurs. Die in der letzten Ausgabe der »nd.Commune« vorgestellte Kultur- und Genussreise nach Naumburg im September zum Beispiel traf den Geschmack vieler. Nur so als kleiner Tipp für alle, die noch überlegen, mitzufahren: Beeilen Sie sich! Die Plätze im Bus werden langsam rar.

Ganz so ist es mit den Hotelzimmern in Szczecin noch nicht, wohin vom 29. Oktober bis 1. November der im letzten Jahr wegen der Pandemie ausgefallene nd-Reisetreff führen wird. Dennoch macht es Sinn, sich jetzt schon anzumelden. Sie wissen ja, wie das mit der Vorfreude ist! Einige haben es bereits getan, andere hatten die Reise im letzten Jahr gar nicht erst storniert und darauf gesetzt, dass sich die nd-Reisefamilie ganz bestimmt in diesem Jahr wiedersehen wird. Die Vorbereitungen jedenfalls laufen bereits. Seien Sie in Szczecin mit dabei, treffen Sie alte Bekannte und Freunde, oder lernen Sie neue Menschen und eine faszinierende Stadt kennen!

Viele geplante Reisen mussten seit dem vergangenen Herbst abgesagt werden. Einige werden wir, wie wir es Ihnen schon vor Monaten versprochen haben, in diesem Jahr nachholen. Wir sind optimistisch und guter Hoffnung, dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Planung macht. Beispielsweise geht es nach Brandenburg/Havel, wohin wir eigentlich schon zum Frauentag reisen wollten. Die Loriot’schen Möpse freuen sich schon darauf, dass wir sie am 6. Oktober besuchen werden. Sind Sie mit dabei? Ich hoffe doch sehr, dass auch unser Frauenchor, der bei der Frauentagstour immer dabei war, auch diesmal mit von der Partie ist und bis dahin noch ein paar Herbstlieder einstudiert. Wir feiern die Feste, wie sie fallen, und in diesem Jahr fällt der Frauentag für uns eben auf den 6. Oktober!

Weihnachten kommt alle Jahre wieder, für zahlreiche Mitglieder der nd-Reisefamilie gehört inzwischen auch eine gemeinsame Kurzreise im Advent dazu. Letztes Jahr war alles geplant und vorbereitet, dann schob Corona den Riegel vor. Das passiert uns in diesem Jahr hoffentlich nicht wieder. Wir wollen nämlich die abgesagte Tour nach Zittau und Herrnhut diesmal unbedingt durchführen. Geplant ist sie am 11./12. Dezember, am dritten Advent. Über die genauen Programme - sowohl der Mops-Tour als auch der Adventreise - informiert Sie Frank Diekert gern.

Wenn es manchem auch so scheinen mag, dass er im letzten Jahr nicht allzu viel zu tun hatte, weil Corona Reisen verhinderte - der Schein trügt: »Anfangs kamen täglich Stornierungen«, erzählt Frank Diekert. »Da glühten die Telefonleitungen ähnlich wie jetzt, nur leider unter umgekehrtem Vorzeichen.« Dann kehrte die große telefonische Stille ein, doch hinter den Kulissen waren er und die Veranstalter, mit denen »nd« seit vielen Jahren vertrauensvoll und gut zusammenarbeitet, dabei, sich auf bessere Zeiten vorzubereiten. Gemeinsam wurde an neuen Reisen getüftelt. Manchmal musste man sich auch gegenseitig Mut machen, weil der Frust so tief saß und kein Ende der Reisebeschränkungen abzusehen war.

Doch wer glaubt, dass bei den Veranstaltern nun alles wieder glatt anläuft, der irrt leider. Überall fehlt es jetzt an Mitarbeitern, weil sich nicht wenige, die monatelang auf Kurzarbeit null gesetzt werden mussten, in der Zwischenzeit einen neuen Job gesucht haben. Viele Busfahrer zum Beispiel sind jetzt für krisensicherere Unternehmen unterwegs. Wer will es ihnen verdenken, dass sie zugriffen, als das Angebot kam zu arbeiten, statt zu Hause abwartend herumzusitzen. Die gute Nachricht aber ist, dass die meisten der Reisepartner von »nd« wieder im Boot sind und jetzt Gas geben, um den Kunden schöne Reisen anzubieten.

Frank Diekert übrigens würde sich freuen, wenn Sie wieder mal persönlich bei ihm vorbeischauen. Seit einigen Monaten »residiert« er gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen vom nd-Shop in einem neuen, hellen und kundenfreundlichen Raum im Erdgeschoss des nd-Gebäudes am Franz-Mehring-Platz. Natürlich werden auch dort - wie selbstverständlich überall im Gebäude - die Hygieneregeln eingehalten. Schauen Sie sich um, lassen Sie sich beraten, buchen Sie vor Ort und nutzen Sie gleich noch die Gelegenheit, im Angebot des nd-Shops zu stöbern!

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